Beste Reisezeit für Northern Territory
- Florian

- 27. Juni 2025
- 13 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Tagen
Hier erfahrt ihr alles was ihr wissen müsst, für euren perfekten Urlaub im Northern Territory, Australien.
Schaut euch auch mal das interessante Video aus dem Northern Territory an. Das findet ihr unter diesem Beitrag!

Inhalt:
Reiseplaner Northern Territory: Wetter, Temperaturen & beste Reisezeit
Das Northern Territory, ein Land der uralten Geschichten und atemberaubenden Landschaften, lockt Reisende mit einer Anziehungskraft, die tief in seiner roten Erde und dem endlosen Blau seines Himmels verwurzelt ist. Doch um seine wahre Seele zu entdecken, muss man den subtilen Rhythmus seiner Jahreszeiten verstehen, denn jede von ihnen malt ein einzigartiges Porträt dieser wilden Schönheit. Die Wahl des richtigen Zeitfensters ist entscheidend, um die Wunder dieses riesigen Territoriums in vollen Zügen zu genießen, sei es die majestätische Präsenz des Uluru, die tosenden Wasserfälle des Kakadu oder die ruhige Weite der Tanami-Wüste. Begeben wir uns auf eine Reise durch die klimatischen Zyklen, die bestimmen, wann sich das Northern Territory von seiner besten Seite zeigt.
Der Frühlingstanz der Savanne: Ein Erwachen in Pastellfarben
Während der Begriff "Frühling" im tropischen Norden eine andere Konnotation hat als in gemäßigten Zonen, könnte man die Übergangszeit von Oktober bis November als eine Art Erwachen vor den großen Regenfällen betrachten. Im Red Centre steigen die Temperaturen bereits merklich an, aber die Natur beginnt sich auf die kommende feuchte Jahreszeit vorzubereiten. Die vereinzelten Gewitter, die sich am Horizont ankündigen, können spektakuläre Lichtspiele bieten und die Luft von der aufgestauten Hitze befreien. Es ist eine Zeit, in der die Vegetation nach der langen Trockenzeit auf die ersten Tropfen wartet und die Farben der Landschaft sich zu intensivieren beginnen. Die Luft kann schwül werden, aber die geringere Besucherzahl im Vergleich zur Hochsaison ermöglicht ein intimeres Erleben der Naturwunder. Für Abenteurer, die die Hitze besser vertragen und das Northern Territory in einem etwas ruhigeren Zustand erleben möchten, kann diese Zeit reizvoll sein, auch wenn die Wanderungen im Freien dann eher auf die frühen Morgenstunden verlegt werden sollten.

Der Sommerrausch der Tropen: Wenn der Himmel sich öffnet
Der Sommer, von Dezember bis April, ist im Northern Territory gleichbedeutend mit der "Wet Season" – der Regenzeit, die vor allem den tropischen Norden, die Top End genannt, in eine üppige, grüne Oase verwandelt. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, und die Temperaturen steigen oft über 30 Grad Celsius, begleitet von heftigen Monsunregen und spektakulären Gewittern. Auch wenn diese Zeit als Nebensaison gilt, bietet sie eine unvergleichliche Schönheit. Die Wasserfälle im Kakadu und Litchfield Nationalpark tosen in voller Pracht, die Flüsse treten über die Ufer und schaffen weite Überschwemmungsgebiete, die zu einem Paradies für Vogelbeobachter werden. Die Landschaft explodiert förmlich in Grün, und die Wolkenformationen am Himmel sind ein Schauspiel für sich. Einige Straßen und Wege können aufgrund von Überflutungen unpassierbar werden, was die Erkundung erschwert, aber Helikopterflüge über die überschwemmten Ebenen bieten atemberaubende Perspektiven. Das Red Centre hingegen erlebt in dieser Zeit seine heißeste Periode, und die seltenen, aber heftigen Regenfälle können die roten Sande in vorübergehende Seen verwandeln – ein seltenes und beeindruckendes Phänomen. Für Reisende, die das Northern Territory abseits der Touristenströme erleben und die ungezähmte Kraft der Natur bewundern möchten, kann die Regenzeit eine faszinierende Wahl sein, erfordert jedoch eine flexiblere Reiseplanung und die Bereitschaft, sich auf die Launen des Wetters einzulassen.
Der Herbstblues der Savanne: Ein sanfter Übergang
Der Übergang vom Sommer zum Winter, etwa im April und Mai, kann als eine Art "Herbst" im Northern Territory betrachtet werden, auch wenn die traditionellen Herbstfarben, die man aus gemäßigten Klimazonen kennt, fehlen. Die Regenfälle lassen nach, die Flüsse ziehen sich langsam zurück, und die Luftfeuchtigkeit sinkt allmählich. Die Landschaft, die im Sommer so üppig grün war, beginnt langsam, ihre charakteristischen rotbraunen Töne anzunehmen, während die Vegetation nach dem nahrhaften Regen langsam austrocknet. Die Temperaturen sind immer noch warm, aber angenehmer als im Hochsommer, und die Tierwelt beginnt sich wieder stärker zu zeigen, wenn die Wasserstellen zugänglicher werden. Es ist eine Zeit des Wandels, in der man die Nachwirkungen der Regenzeit bewundern kann, bevor die trockenen Monate einsetzen. Die Wasserfälle haben immer noch eine beeindruckende Wassermenge, sind aber zugänglicher als in der Hochsaison des Sommers. Für Reisende, die eine Balance zwischen den Extremen suchen und die Landschaft in ihren verschiedenen Facetten erleben möchten, bietet der frühe "Herbst" eine attraktive Option.

Der Winterhauch des Südens: Eine Symphonie der Milde
Wenn in Europa die Bäume ihre Blätter verlieren und der Frost das Land bedeckt, erwacht im Northern Territory der sogenannte "Winter" zum Leben – eine Zeit, die Reisende als die absolute Hochsaison preisen. Von etwa Mai bis September, wenn die Temperaturen angenehm mild sind und die Luftfeuchtigkeit gering ist, entfaltet sich die volle Pracht des Red Centre. Tagsüber herrschen angenehme 20 bis 30 Grad Celsius, ideal für Erkundungen und Wanderungen zu Ikonen wie Uluru und Kata Tjuta. Die Nächte sind kühl und klar, oft perfekt für Sternenbeobachtungen, die den Himmel über der Wüste in ein funkelndes Spektakel verwandeln. Auch die Tierwelt zeigt sich in dieser Zeit besonders aktiv, da die Wasserstellen spärlicher werden und die Tiere sich an den verbliebenen Quellen versammeln. Es ist die Zeit der trockenen Flussbetten, die sich wie Adern durch die Landschaft ziehen und von vergangenen Regenfällen zeugen, und der strahlend blauen Himmel, die sich grenzenlos über die Weite spannen. Die geringe Mückenaktivität und die gute Erreichbarkeit aller Sehenswürdigkeiten machen diese Monate zur bevorzugten Wahl für die meisten Besucher, die das Outback in seiner ganzen Pracht erleben möchten.
Beste Reisezeit für das Northern Territory - Ein Fazit
Die Wahl der besten Reisezeit für das Northern Territory gleicht einem Tanz mit den Elementen, einem Eintauchen in die Zyklen einer uralten und ungezähmten Natur. Während der australische Winter zweifellos die beliebteste und oft auch komfortabelste Zeit für die Erkundung des gesamten Territoriums ist, bieten auch die anderen Jahreszeiten einzigartige Perspektiven und unvergessliche Erlebnisse. Wer die ikonischen Landschaften des Red Centre in angenehmer Atmosphäre erwandern möchte, wird die kühleren, trockenen Monate bevorzugen. Abenteurer, die die spektakulären Gewitter und die üppige, grüne Pracht der Top End erleben wollen, finden in der Regenzeit ihre Erfüllung, müssen sich aber auf einige Einschränkungen einstellen. Letztendlich ist die beste Reisezeit jene, die den persönlichen Vorlieben und Erwartungen am besten entspricht. Doch egal, wann man sich auf diese außergewöhnliche Reise begibt, das Northern Territory wird sich mit seiner unvergleichlichen Schönheit, seinen tiefen kulturellen Wurzeln und seiner atemberaubenden Weite in die Herzen seiner Besucher brennen und ein bleibendes Echo der Wildnis hinterlassen.

☀️ Klimatabellen Northern Territory
Das Northern Territory (NT) ist klimatisch zweigeteilt. Während der Norden (Top End) tropisch geprägt ist und nur zwei Jahreszeiten kennt, herrscht im Zentrum (Red Centre) ein semiarides Wüstenklima mit vier klassischen Jahreszeiten.
1. Der tropische Norden (z. B. Darwin, Kakadu)
Hier gibt es die Regenzeit (November bis April) und die Trockenzeit (Mai bis Oktober).
Monat | Max. Temp. | Min. Temp. | Regen (mm) | Besonderheit |
Januar | 32 °C | 25 °C | ~420 mm | Höhepunkt der Regenzeit |
März | 32 °C | 25 °C | ~320 mm | Sehr schwül, grüne Natur |
Mai | 32 °C | 22 °C | ~20 mm | Beginn der Trockenzeit |
Juli | 31 °C | 19 °C | < 2 mm | Kühle Nächte, ideal für Touren |
September | 33 °C | 23 °C | ~15 mm | Es wird wieder heißer |
November | 33 °C | 25 °C | ~140 mm | "Build-up" (hohe Luftfeuchtigkeit) |
2. Das Rote Zentrum (z. B. Alice Springs, Uluru)
Hier sind die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter extrem.
Monat | Max. Temp. | Min. Temp. | Regen (mm) | Besonderheit |
Januar | 36 °C | 21 °C | ~40 mm | Sehr heiß, oft über 40 °C |
April | 28 °C | 13 °C | ~15 mm | Angenehmer Herbst |
Juni | 20 °C | 5 °C | ~15 mm | Frostgefahr in der Nacht |
August | 23 °C | 6 °C | ~10 mm | Sonnig, aber kalte Nächte |
Oktober | 31 °C | 15 °C | ~20 mm | Warmer Frühling |
Dezember | 35 °C | 20 °C | ~38 mm | Hochsommer beginnt |
Zusammenfassung & Reisetipps
Beste Reisezeit: Die Monate Mai bis September sind für das gesamte Northern Territory am besten geeignet. Im Norden ist es trocken und nicht zu schwül, im Zentrum sind die Tage angenehm warm (ideal zum Wandern).
Achtung im Sommer (Dez/Jan): Im Norden herrscht Monsun-Gefahr (viele Straßen in Nationalparks wie Kakadu sind gesperrt). Im Zentrum ist es so heiß, dass Wanderungen am Uluru oft ab 11:00 Uhr vormittags aus Sicherheitsgründen untersagt werden.
Kleidung: Für das Zentrum sollten Sie im australischen Winter (Juni–August) unbedingt eine warme Jacke für die Nächte einpacken – die Temperaturen können dort unter den Gefrierpunkt fallen!

Warum ins Northern Territory reisen?
Das Northern Territory ist das ungeschminkte Herz Australiens, eine Region, die durch ihre rohe, archaische Schönheit und eine tiefe spirituelle Stille besticht. Wer hierher reist, sucht meist nicht nach dem glitzernden Stadtleben der Ostküste, sondern nach einer authentischen Begegnung mit der Natur und der ältesten lebenden Kultur der Erde. Die Weite des Outbacks wirkt hier fast greifbar und bietet Reisenden die seltene Gelegenheit, die eigene Bedeutungslosigkeit angesichts Jahrmillionen alter Felsformationen und endloser Horizonte zu spüren. Es ist ein Ort für Abenteurer und Denker gleichermaßen, an dem die Uhren spürbar langsamer gehen und der Fokus zurück auf das Wesentliche gelenkt wird.
Die Magie der Kontraste zwischen Wüste und Tropen
Die besondere Anziehungskraft des Territoriums liegt in seiner landschaftlichen Zweiteilung, die zwei völlig unterschiedliche Welten miteinander verbindet. Im „Red Centre“ dominiert der glühende rote Sand und die majestätische Präsenz des Uluru, der besonders bei Sonnenaufgang eine fast mystische Energie ausstrahlt. Weiter nördlich im „Top End“ wandelt sich das Bild dramatisch zu einer üppigen, tropischen Wildnis, in der tosende Wasserfälle und weite Feuchtgebiete das Landschaftsbild bestimmen. Nationalparks wie der Kakadu-Park bewahren nicht nur eine einzigartige Flora und Fauna, sondern beherbergen auch jahrtausendealte Felsmalereien, die Geschichten aus einer Zeit erzählen, die lange vor unserer modernen Geschichtsschreibung begann. Diese Mischung aus rauer Wüstenromantik und lebendiger Tropenpracht macht jede Reise durch das Territorium zu einer tiefgreifenden Erfahrung, die weit über einen gewöhnlichen Urlaub hinausgeht.

Wann ins Northern Territory reisen?
Das Northern Territory ist ein riesiges Gebiet mit zwei völlig unterschiedlichen Klimazonen, weshalb die Wahl des richtigen Zeitpunkts stark von deinen Plänen im tropischen Norden oder im trockenen Zentrum abhängt. Für den Norden, das sogenannte Top End rund um Darwin und den Kakadu Nationalpark, ist die Trockenzeit zwischen Mai und Oktober die beliebteste Phase, da die Luftfeuchtigkeit niedrig bleibt und die Temperaturen bei angenehmen 30 Grad liegen. In dieser Zeit sind alle Straßen passierbar und die berühmten Wasserfälle sowie Wanderwege gut zugänglich, während die Regenzeit von November bis April zwar spektakuläre Gewitter und eine tiefgrüne Landschaft bietet, aber oft mit extremer Schwüle und Straßensperrungen durch Überflutungen einhergeht.
Regionale Unterschiede zwischen Wüste und Tropen
Im Roten Zentrum rund um den Uluru und Alice Springs sieht die Situation anders aus, da hier ein semiarides Wüstenklima mit vier deutlichen Jahreszeiten herrscht. Die beste Reisezeit für das Outback sind die Monate April bis September, wenn die Tage sonnig und mild sind, was lange Wanderungen am Ayers Rock erst möglich macht, ohne der extremen Sommerhitze von oft über 40 Grad ausgesetzt zu sein. Man sollte jedoch bedenken, dass die Nächte im australischen Winter zwischen Juni und August im Zentrum empfindlich kalt werden und die Temperaturen sogar unter den Gefrierpunkt fallen können. Wer sowohl den tropischen Norden als auch das rote Herz des Kontinents in einer Reise kombinieren möchte, findet daher in den Übergangsmonaten Mai oder September die harmonischste Balance aus moderater Hitze im Süden und stabiler Trockenheit im Norden.

Offizielle Tourismus-Websites Northern Territory
Für die Planung deiner Reise in das Northern Territory (NT) gibt es eine hervorragende Auswahl an offiziellen Portalen und authentischen Blogs. Da das Territorium riesig ist, unterscheiden diese oft zwischen dem tropischen Top End (Darwin, Kakadu) und dem wüstenartigen Red Centre (Uluru, Alice Springs).
Hier sind die besten Adressen für deine Recherche:
1. Offizielle Tourismus-Websites
Diese Seiten bieten die verlässlichsten Informationen zu Sicherheit (z. B. „Crocwise“), Genehmigungen (Permits) und aktuellen Straßenbedingungen.
NorthernTerritory.com (Offizielles Hauptportal): Die erste Anlaufstelle. Es gibt eine sehr gute deutsche Version der Seite mit Routenplanern, Event-Kalendern und Infos zu den Nationalparks.
Tourism Central Australia: Spezialisiert auf das Rote Zentrum (Alice Springs, Uluru, Kings Canyon). Ideal, wenn du tief in das Outback eintauchen willst.
Visit Top End: Der Fokus liegt hier auf Darwin und den nördlichen Parks wie Kakadu und Litchfield.
NT.gov.au - Parks and Reserves: Die offizielle Regierungsseite für Buchungen von Campingplätzen in Nationalparks und aktuelle Warnhinweise (wichtig bei Buschfeuern oder Überflutungen in der Regenzeit).
2. Nützliche Blogs (Deutsch & Englisch)
Blogs bieten oft die „ungeschminkte Wahrheit“ über Fahrzeiten, Fliegenplagen oder versteckte Juwelen.
Blog | Fokus | Warum er nützlich ist |
Roadtrips & Highlights | Sehr detaillierte Berichte auf Deutsch, besonders zum Explorer’s Way und Kakadu. | |
Insider & Lifestyle | Ein lokaler englischsprachiger Blog, der sehr aktuell über Events in Darwin und versteckte Wasserlöcher schreibt. | |
Camper-Abenteuer | Fokus auf das Top End mit tollen Tipps für Alleinreisende und Camper-Neulinge. | |
Adventure & Photography | Englischer Blog mit Fokus auf 4WD-Touren und spektakuläre Fotospots. |
Ein kleiner "Insider-Tipp" vorab:
Achte bei deiner Planung unbedingt auf die Seasons. Im Top End herrscht von November bis April die Wet Season (viele Straßen gesperrt, aber spektakuläre Wasserfälle), während im Red Centre von Mai bis August die Nächte empfindlich kalt werden können.

Einreisebestimmungen Northern Territory (Australien)
Gemini said
Wer sich auf den Weg in das zeitlose Herz Australiens macht, sollte den Koffer nicht nur mit Abenteuerlust, sondern auch mit den richtigen Dokumenten packen. Hier ist ein Überblick über das, was Reisende aus dem deutschsprachigen Raum für den Sprung ins Northern Territory wissen müssen.
Das goldene Ticket für das Land der Roten Erde
Bevor man den ersten Fuß in den roten Sand des Outbacks setzt, ist der bürokratische Grundstein zu legen. Da Australien keine Visumfreiheit im klassischen Sinne gewährt, benötigen Abenteurer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zwingend eine elektronische Einreisegenehmigung. Für die meisten Urlauber ist das kostenlose eVisitor-Visum (Unterklasse 651) die erste Wahl. Dieses wird bequem online beantragt und ist in der Regel innerhalb weniger Stunden oder Tage mit dem Reisepass verknüpft. Wichtig ist dabei nur, dass der Pass zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist, damit der Traum vom Sonnenuntergang am Uluru nicht schon am Check-in-Schalter endet.
Grenzschutz im Mikrokosmos
Sobald die Maschine in Darwin oder Alice Springs aufsetzt, begegnet man den wohl strengsten Türstehern der Welt: den Biosicherheitsbehörden. Das Northern Territory hütet sein einzigartiges Ökosystem wie einen heiligen Schatz. Das bedeutet für Ankömmlinge, dass frische Lebensmittel, Pflanzenprodukte oder Erde an den Wanderschuhen absolut tabu sind. Jedes Fitzelchen organisches Material muss auf der „Incoming Passenger Card“ wahrheitsgemäß deklariert werden. Wer die Reste seines Bordproviants oder den Apfel aus dem Wanderrucksack verschweigt, riskiert empfindliche Bußgelder, die die Urlaubskasse noch vor dem ersten Kaltgetränk spürbar schmälern können.
Die Freiheit auf vier Rädern zähmen
Das Northern Territory schreit förmlich nach einem Roadtrip über den Stuart Highway, doch wer selbst am Steuer sitzen möchte, muss eine kleine formale Hürde nehmen. Ein nationaler Führerschein aus Europa reicht allein oft nicht aus, da die Dokumente in der Regel nicht auf Englisch verfasst sind. Reisende sollten daher unbedingt einen internationalen Führerschein im Gepäck haben, der als offizielle Übersetzung fungiert. Zusammen mit der Kreditkarte für die Kaution des Geländewagens steht der Fahrt durch die Weiten des Top End dann nichts mehr im Wege, sofern man sich schnell an den Linksverkehr und das gelegentliche Überholen von riesigen Road Trains gewöhnt.

Weiterführende Informationen der Behörden
Detaillierte und tagesaktuelle Informationen zur Sicherheitslage oder kurzfristigen Änderungen der Einreiseformalitäten (wie Visumsbestimmungen) bieten die offiziellen Portale der jeweiligen Außenministerien:
Ein kleiner Tipp für deine Planung
Besonders während der australischen Sommermonate (Dezember bis Februar) ist es ratsam, die Wetterlage und Naturgefahren im Blick zu behalten. Anstelle des griechischen Zivilschutzes solltest du für Australien diese offiziellen Quellen nutzen:
Bureau of Meteorology (BOM): Die wichtigste Anlaufstelle für aktuelle Wetterwarnungen, Zyklon-Informationen und Hitzeperioden.
Australian Warning System (AWS): Hier findest du einheitliche Warnstufen für Buschbrände, Fluten und Stürme.
Wichtig: Da Australien föderal organisiert ist, werden konkrete Warnungen oft über die Portale der Bundesstaaten (z. B. NSW Rural Fire Service oder VicEmergency) veröffentlicht. Die App "Hazards Near Me" (für NSW) oder ähnliche staatliche Apps sind vor Ort extrem hilfreich.

Bezahlung und Mobilität im Northern Territory
Das Northern Territory (NT) ist wild, weitläufig und – was das Finanzielle und die Mobilität angeht – erstaunlich modern, solange man sich in den bewohnten Gebieten aufhält.
Hier ist der Guide für dein Abenteuer im "Red Centre" und dem "Top End".
💰 Bezahlung: Währung & Karten
In Australien ist Bargeld zwar noch vorhanden, aber die "Tap-and-Go"-Kultur (kontaktloses Bezahlen) ist fast überall Standard.
Währung: Australischer Dollar (AUD). Der Wechselkurs liegt aktuell bei etwa 1 AUD ≈ 0,60 EUR.
Kreditkarten: Visa und Mastercard werden nahezu überall akzeptiert, von der Tankstelle im Outback bis zum Café in Darwin. American Express wird seltener genommen oder mit höheren Gebühren belegt. Keine Kreditkarte? Dann schaut mal hier auf Tarifcheck24 vorbei!*
Wichtig für Mietwagen: Für die Kaution bei Mietwagenfirmen ist eine echte Kreditkarte (keine Debitkarte) oft zwingend erforderlich.
Bargeld: In sehr abgelegenen Roadhouses oder auf indigenem Land kann eine kleine Reserve an Bargeld nicht schaden, falls die Technik mal streikt.
🚌 Öffentlicher Nahverkehr
Der ÖPNV konzentriert sich primär auf die Städte Darwin und Alice Springs.
Busse in Darwin & Alice Springs: Die gute Nachricht für 2026: Die Regierung des Northern Territory hat den öffentlichen Busverkehr in der Greater Darwin Region und in Alice Springs als kostenlos (Free Public Bus Services) eingestuft, um Bewohner und Besucher zu unterstützen.
Fernbusse: Zwischen den großen Zentren (z. B. Darwin nach Alice Springs) verkehrt Greyhound Australia. Diese Fahrten sind lang (ca. 20+ Stunden) und sollten im Voraus gebucht werden.
The Ghan: Der legendäre Luxuszug verbindet Darwin über Alice Springs mit Adelaide. Ein Erlebnis, aber eher eine Kreuzfahrt auf Schienen als ein reines Transportmittel.
🚗 Mietwagen & Autofahren
Das Auto ist im NT das Freiheitssymbol schlechthin, erfordert aber Vorbereitung.
Führerschein: Du benötigst deinen nationalen Führerschein zusammen mit einem Internationalen Führerschein (als Übersetzung), sofern dein Original nicht auf Englisch ist.
Fahrzeugwahl: * 2WD (Normaler PKW): Reicht für den Stuart Highway (die Hauptader) und die meisten Wege zum Uluru oder Kakadu Nationalpark (Hauptstraßen).
4WD (Allrad): Absolut notwendig, wenn du Abstecher ins "echte" Outback planst (z. B. Mereenie Loop, Jim Jim Falls). Viele Mietverträge verbieten das Befahren unbefestigter Straßen mit 2WD-Fahrzeugen ausdrücklich.
Sicherheitsregeln:
Linksverkehr!
Tiere: Vermeide Fahrten in der Dämmerung und nachts. Kängurus, Kamele und Wildrinder sind dann extrem aktiv und brandgefährlich für Autofahrer.
Roadtrains: Diese riesigen Lastwagen (bis zu 50m lang) haben einen extrem langen Bremsweg. Überhole nur, wenn du meilenweit freie Sicht hast.
Tanken: Im Outback gilt die goldene Regel: Tanke, wenn du kannst, auch wenn der Tank noch halb voll ist. Die nächste Station könnte hunderte Kilometer entfernt oder geschlossen sein.
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Ein kleiner Tipp am Rande
Falls du in den Kakadu oder Litchfield Nationalpark fährst, lade dir vorher Offline-Karten (z. B. Google Maps oder Maps.me) herunter. Der Handyempfang verabschiedet sich oft schon wenige Kilometer hinter der Stadtgrenze.
Weitere Reiseziele in Australien
Sydney, Ayers Rock, Melbourne, Brisbane, Hobart, Adelaide, Townsville, Perth, Canberra, Queensland, Westaustralien, Victoria, Tasmanien, New South Wales, Südaustralien, Kangaroo Island, Nambung-Nationalpark, Whitsundays Islands, Freycinet-Nationalpark, Gippsland,






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