Beste Reisezeit für Saint-Malo
- Florian

- 13. Juni 2025
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 6 Tagen
Hier erfahrt ihr alles was ihr wissen müsst, für euren perfekten Urlaub in Saint-Malo.
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Saint-Malo, die beeindruckende Korsarenstadt an der bretonischen Küste, übt zu jeder Jahreszeit einen unwiderstehlichen Reiz aus. Doch wann entfaltet sie ihre volle Pracht, wann zeigt sie sich von ihrer charmantesten Seite? Die Wahl der besten Reisezeit gleicht einem sorgfältigen Abwägen, einem Eintauchen in die unterschiedlichen Facetten, die das Wetter, das Licht und das Leben in der Stadt im Laufe des Jahres prägen. Es ist eine Entscheidung, die nicht nur von persönlichen Vorlieben abhängt, sondern auch von der Art des Erlebnisses, das man in dieser historischen Festung sucht. Ob man die raue See liebt, die belebten Gassen oder die stille Schönheit der Wintermonate – Saint-Malo hat stets etwas Einzigartiges zu bieten.
Wenn die Stadt erwacht: Ein Frühlingserwachen
Mit dem Frühling, der sich zaghaft ausbreitet, beginnt in Saint-Malo eine Zeit des sanften Erwachens. Die Tage werden länger, die ersten Blüten zeigen sich und die Luft erhält eine milde Frische. Die Monate April und Mai sind ideal für all jene, die die Stadt in Ruhe erkunden möchten, bevor der sommerliche Ansturm beginnt. Die Temperaturen sind angenehm mild, perfekt für ausgedehnte Spaziergänge auf den Stadtmauern oder durch die engen Gassen der Intra-Muros. Die Strände sind noch nicht überfüllt, und das Licht, das über das Meer tanzt, ist von einer klaren, oft noch kühlen Schönheit, die Fotografen und Naturliebhaber gleichermaßen begeistert. Man kann das Flair der Stadt in sich aufsaugen, die Cafés genießen und die aufblühende Natur entlang der Küste bewundern, ohne von Menschenmassen umringt zu sein. Es ist eine Zeit, in der Saint-Malo seine Authentizität besonders gut zur Geltung bringt.

Der goldene Schleier des Sommers: Ein Fest der Sinne
Der Sommer ist zweifellos die Hauptreisezeit für Saint-Malo, eine Periode, in der die Stadt in vollem Glanz erstrahlt und von Leben pulsiert. Von Juni bis August locken angenehme Temperaturen, strahlender Sonnenschein und eine lebendige Atmosphäre unzählige Besucher an. Die Strände sind belebt, das Meer lädt zum Schwimmen und Wassersport ein, und die Altstadt wimmelt von Touristen, die die zahlreichen Geschäfte, Restaurants und Eisdielen bevölkern. Abende sind oft mild und laden zu Spaziergängen entlang der beleuchteten Stadtmauern ein, während Musik und Veranstaltungen die Luft erfüllen. Es ist die perfekte Zeit für alle, die das maritime Leben in vollen Zügen genießen möchten, für Familien mit Kindern und für alle, die das bunte Treiben einer belebten Küstenstadt lieben. Man sollte jedoch bedenken, dass die Beliebtheit des Sommers auch mit höheren Preisen und einer größeren Dichte an Menschen einhergeht.
Herbstliche Melancholie und stürmische Schönheit: Wenn die See rauer wird
Mit dem Einzug des Herbstes zeigt sich Saint-Malo von einer anderen, oft dramatischeren Seite. Die Monate September und Oktober bringen eine ganz eigene Stimmung mit sich. Die Touristenströme lassen nach, die Strände leeren sich, und die Natur beginnt, sich auf den Winter vorzubereiten. Die Temperaturen bleiben oft noch mild, doch die Tage werden merklich kürzer und das Licht bekommt eine goldene, oft melancholische Note. Der Atlantik wird rauer, und die Gezeiten, die in Saint-Malo besonders ausgeprägt sind, zeigen sich von ihrer beeindruckendsten Seite. Es ist die Zeit für ausgedehnte Spaziergänge am windgepeitschten Strand, für das Beobachten der imposanten Wellen und für das Eintauchen in die Geschichte der Korsarenstadt, wenn die Atmosphäre stiller und nachdenklicher wird. Für Liebhaber von Naturschauspielen und für all jene, die die Ruhe vor dem Wintersturm schätzen, ist der Herbst eine wunderbare Wahl.

Der ruhige Zauber des Winters: Eine Stadt im Tiefschlaf
Der Winter, von November bis März, ist in Saint-Malo die stillste Zeit des Jahres. Die Tage sind kurz und oft grau, und die Temperaturen können kühl sein, aber selten fallen sie unter den Gefrierpunkt. Es ist die Zeit, in der die Stadt zu sich selbst findet, wenn das Leben langsamer wird und die Touristen fast vollständig verschwunden sind. Die Hotels und Restaurants bieten oft günstigere Preise an, und man kann die Stadt in ihrer unverfälschten Ursprünglichkeit erleben. Die raue See, der stürmische Wind und die oft dramatischen Wolkenformationen schaffen eine einzigartige und oft atemberaubende Kulisse. Für all jene, die die Einsamkeit suchen, die Ruhe und die Kraft des Meeres in ihrer reinsten Form erleben möchten, ist der Winter eine überraschend reizvolle Reisezeit. Man kann die Museen und Sehenswürdigkeiten ohne Hektik erkunden und die gemütlichen Abende in den wenigen geöffneten Bistros genießen.
Beste Reisezeit für Saint-Malo- Ein Fazit
Die beste Reisezeit für Saint-Malo ist letztlich eine zutiefst persönliche Entscheidung, die von den eigenen Vorlieben und Erwartungen an den Urlaub abhängt. Wer das pulsierende Leben und die Sonne liebt, wird den Sommer bevorzugen. Wer die Ruhe und das Erwachen der Natur schätzt, findet im Frühling sein Glück. Der Herbst lockt mit seiner dramatischen Schönheit und den tosenden Wellen, während der Winter eine ganz besondere, intime Atmosphäre für all jene bereithält, die die Stille und die raue Ursprünglichkeit der Küste suchen. Saint-Malo ist eine Stadt, die sich zu jeder Jahreszeit in einem anderen Gewand präsentiert, und doch stets ihren einzigartigen Charme bewahrt. Egal, wann man sich entscheidet, die Korsarenstadt zu besuchen, sie wird zweifellos einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Klimatabelle Saint-Malo
Das Klima in Saint-Malo an der bretonischen Smaragdküste ist ozeanisch geprägt. Das bedeutet: Die Sommer sind angenehm warm, aber selten heiß, während die Winter mild und oft windig ausfallen. Regen ist über das Jahr verteilt, wobei die Herbst- und Wintermonate am feuchtesten sind.
Hier ist die detaillierte Klimatabelle für Saint-Malo:
Monat | Max. Temp. | Min. Temp. | Sonnenstd./Tag | Regentage | Wassertemp. |
Januar | 9 °C | 4 °C | 2 | 18 | 10 °C |
Februar | 9 °C | 4 °C | 3 | 16 | 9 °C |
März | 12 °C | 5 °C | 5 | 15 | 9 °C |
April | 14 °C | 6 °C | 6 | 13 | 10 °C |
Mai | 17 °C | 9 °C | 7 | 13 | 12 °C |
Juni | 20 °C | 12 °C | 8 | 11 | 14 °C |
Juli | 22 °C | 14 °C | 8 | 10 | 17 °C |
August | 22 °C | 14 °C | 7 | 11 | 18 °C |
September | 20 °C | 12 °C | 6 | 12 | 17 °C |
Oktober | 16 °C | 10 °C | 4 | 15 | 16 °C |
November | 12 °C | 7 °C | 3 | 17 | 13 °C |
Dezember | 10 °C | 5 °C | 2 | 18 | 11 °C |
Analyse der Jahreszeiten
Beste Reisezeit (Juni bis September): In diesen Monaten klettern die Temperaturen oft über 20 °C, und die Sonne scheint am häufigsten. Es ist die ideale Zeit für Strandspaziergänge oder Besichtigungen der historischen Altstadt.
Bade-Saison: Die Wassertemperatur des Atlantiks ist erfrischend und erreicht im August ihren Höchstwert von etwa 18 °C. Für ein Bad im Meer ist dies die beste Zeit.
Herbst & Winter: Ab Oktober nimmt der Wind zu, und es regnet häufiger. Die Temperaturen bleiben durch den Golfstrom jedoch meist über dem Gefrierpunkt.
Tipp: Das Wetter in der Bretagne kann sehr wechselhaft sein. Ein Tag in Saint-Malo kann oft "alle vier Jahreszeiten" enthalten – eine wind- und wetterfeste Jacke sollte daher immer im Gepäck sein.

Offizielle Tourismus-Websites Saint-Malo
Wenn Sie Informationen für Ihre Reise nach Saint-Malo suchen, ist die primäre Anlaufstelle das offizielle Tourismusbüro der Region. Hier sind die wichtigsten Websites und was Sie dort finden:
1. Die offizielle Tourismus-Website
Die erste Adresse für alle organisatorischen Fragen ist das Fremdenverkehrsamt (Office de Tourisme). Die Seite ist sehr modern und bietet auch eine deutsche Version:
Saint-Malo – Baie du Mont-Saint-Michel (Offiziell)
Highlights: Aktuelle Gezeiten-Tabellen (essenziell für den Besuch der Inselfestungen), ein Veranstaltungskalender, Buchung von Stadtführungen und praktische Infos zu Parkplätzen.
2. Regionale Tourismus-Portale
Da Saint-Malo oft Teil einer größeren Bretagne-Reise ist, helfen diese offiziellen Seiten der Region und des Departements weiter:
Bretagne-Reisen.de: Die offizielle Seite des regionalen Tourismusverbandes der Bretagne mit sehr atmosphärischen Tipps und Routenvorschlägen (auf Deutsch).
France.fr - Saint-Malo: Die staatliche französische Tourismusseite bietet einen guten, kompakten Überblick über die Geschichte und Architektur der Stadt.
3. Hilfreiche Portale für Aktivitäten & Insider-Tipps
Für tiefere Einblicke oder spezielle Interessen sind diese Seiten nützlich:
St-Malo.com: Ein sehr umfassender privater Guide (oft aktueller als die offiziellen Seiten), der besonders gut über Restaurants, Cafés und lokale News informiert.
France-Voyage.com: Nützlich für die Suche nach Freizeitaktivitäten in der Umgebung, wie Museen, Bootstouren oder Parks.
Gezeiten-Kalender (Maree.info): Falls du die Festungen Fort National oder Grand Bé besuchen willst, musst du genau wissen, wann Ebbe ist. Diese Seite zeigt die Wasserstände sehr präzise an.
Was du in Saint-Malo nicht verpassen solltest:
Sehenswürdigkeit | Besonderheit |
Les Remparts | Ein Spaziergang auf der kompletten Stadtmauer (ca. 1,7 km). |
Intra-Muros | Die historische Altstadt innerhalb der Mauern (Tipp: Buttergebäck Kouign-amann probieren). |
Grand Bé & Petit Bé | Inseln, die nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar sind (Grab des Dichters Chateaubriand). |
Fort National | Die von Vauban entworfene Festung direkt vor der Stadtmauer. |
Ein kleiner Tipp: Achten Sie bei der Planung unbedingt auf den Gezeitenkalender (auf der offiziellen Website zu finden). Viele Sehenswürdigkeiten wie das Fort National sind nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar.

Bezahlung und Mobilität in Saint-Malo
In Saint-Malo lässt es sich sehr unkompliziert reisen, da die Infrastruktur modern und touristisch gut erschlossen ist. Da Frankreich Teil der Eurozone ist, gibt es beim Geld keine Umstellung für Sie.
Hier ist eine kompakte Übersicht für Ihre Reiseplanung:
1. Bezahlung: Währung & Karten
Währung: In Saint-Malo wird mit dem Euro (€) bezahlt.
Kreditkarten: Visa und Mastercard sind der Standard. In Frankreich ist das kontaktlose Bezahlen (sans contact) extrem weit verbreitet – selbst kleinste Beträge beim Bäcker (unter 5 €) werden oft mit Karte oder Smartphone bezahlt. Keine Kreditkarte? Dann schaut mal hier auf Tarifcheck24 vorbei!*
Girocard (ehem. EC-Karte): Diese wird an Geldautomaten (Distributeur) fast immer akzeptiert. Beim Bezahlen in Geschäften oder Restaurants kann es jedoch vorkommen, dass reine Girocards ohne Co-Badge (wie Maestro oder V-Pay) nicht funktionieren. Eine Kredit- oder Debitkarte ist daher sicherer.
Wichtig beim Tanken: An vielen französischen Tankstellen (besonders bei Supermärkten wie Carrefour oder E.Leclerc) gibt es nachts oder am Wochenende nur Automaten, die zwingend eine Karte mit PIN verlangen.
2. Mobilität & Mietwagen
Mietwagen: Die großen Anbieter (Sixt, Avis, Europcar, Hertz) befinden sich direkt am oder in der Nähe des Bahnhofs (Gare SNCF). Mietwagen in Frankreich findet ihr auf Check24!*
Parken in Saint-Malo: Das Parken in der historischen Altstadt (Intra-Muros) ist teuer und die Plätze sind sehr begrenzt.
Tipp: Nutzen Sie den Parkplatz Paul Féval (hinter dem Hippodrom). Er kostet ca. 3,30 € bis 7,50 € pro Tag (je nach Saison). Im Preis enthalten ist ein kostenloser Shuttle-Bus (Navette), der Sie und Ihre Mitfahrer direkt vors Stadttor bringt.
Maut: Wenn Sie mit dem Mietwagen in die Bretagne fahren, ist das Besondere: Die Autobahnen in der Bretagne selbst sind mautfrei.
3. Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV)
Busnetz: Das Busnetz in Saint-Malo heißt MAT (Malo Agglo Transports).
Preise: Ein Einzelticket kostet etwa 1,35 € bis 2,00 € und ist eine Stunde lang gültig. Tickets können oft kontaktlos direkt beim Fahrer oder per App gekauft werden.
Ausflüge:
Mont Saint-Michel: Es gibt direkte Busverbindungen (Keolis Armor) für ca. 25 € (Hin- und Rückfahrt).
Dinard: Nach Dinard kommt man am schönsten mit dem Wassertaxi (Compagnie Corsaire), das regelmäßig vom Hafen bei der Altstadt ablegt.
Ein kleiner Tipp zum Schluss: Wenn Sie im Restaurant bezahlen, ist es in Frankreich unüblich, die Rechnung am Tisch "auseinanderzurechnen". Meist zahlt einer für alle oder man teilt den Gesamtbetrag einfach durch die Anzahl der Personen.
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