Beste Reisezeit für Perigord
- Florian

- 18. Juni 2025
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Apr.
Hier erfahrt ihr alles was ihr wissen müsst, für euren perfekten Urlaub in Perigord.
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Inhalt:
Périgord-Planung: Die beste Reisezeit für Genießer, Wanderer und Entdecker
Das Perigord, diese malerische Region im Südwesten Frankreichs, bekannt für seine prähistorischen Höhlen, seine majestätischen Schlösser und natürlich seine unvergleichliche Gastronomie, ist das ganze Jahr über ein Magnet für Reisende. Doch wie bei jeder Liebesgeschichte mit einem Reiseziel gibt es auch hier jene magischen Momente, in denen sich seine Seele am schönsten offenbart. Die Wahl der besten Reisezeit gleicht einem Tanz mit den Jahreszeiten, einem Abwägen zwischen dem satten Grün der Wälder, dem goldenen Schein der Sonne auf honigfarbenem Stein und der Wärme eines knisternden Kaminfeuers bei einem Glas Bergerac. Die optimale Zeit hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab, ob man die Massen meiden, die Natur in voller Blüte erleben oder sich kulinarischen Genüssen ohne Ablenkung hingeben möchte. Doch lassen Sie uns eintauchen in den Jahreszyklus dieses faszinierenden Landstrichs.
Wenn die Dordogne erwacht: Das Frühlingserwachen im Land der 1000 Schlösser
Der Frühling im Perigord ist eine Symphonie des Erwachens. Nach dem winterlichen Schlaf explodiert die Natur in einem Farbspektakel, das das Auge erfreut und die Seele berührt. Von Mitte April bis Ende Mai ist die Landschaft ein Teppich aus frischem Grün, unterbrochen von den zarten Blüten der Obstbäume und dem leuchtenden Gelb des Rapses. Die Luft ist erfüllt vom Duft blühender Wildblumen und dem Zwitschern der Vögel. Dies ist die perfekte Zeit für all jene, die das Perigord von seiner sanften, ursprünglichen Seite kennenlernen möchten. Die touristischen Attraktionen sind noch nicht überlaufen, die Temperaturen sind mild und angenehm für ausgedehnte Spaziergänge entlang der Dordogne oder Wanderungen durch die sanften Hügel. Man kann die prähistorischen Stätten wie Lascaux in relativer Ruhe erkunden und die mittelalterlichen Bastidenstädte wie Domme und Monpazier in ihrer ungestörten Schönheit genießen. Die Märkte beginnen wieder in voller Pracht zu blühen, und die ersten frischen Erdbeeren verführen zum Naschen. Es ist eine Zeit der Gelassenheit und der unaufdringlichen Schönheit, in der man sich ganz dem Rhythmus der Natur hingeben kann.

Goldene Stunden am Fluss der Künste: Sommerliche Feste unter der Perigord-Sonne
Der Sommer, insbesondere die Monate Juli und August, markiert die Hochsaison im Perigord. Die Sonne strahlt von einem azurblauen Himmel, und die Tage sind lang und warm, ideal für Aktivitäten im Freien. Die Ufer der Dordogne sind belebt von Kanufahrern, die alten Gassen der Städte füllen sich mit Leben, und die zahlreichen Festivals und Veranstaltungen locken Besucher aus aller Welt an. Die mittelalterlichen Dörfer und Städte sind erfüllt von Musik, Kunsthandwerkermärkten und den Klängen fröhlicher Zusammenkünfte. Es ist die Zeit, in der das Perigord seine lebendigste Seite zeigt. Wer das pulsierende Leben liebt, die Geselligkeit schätzt und gerne an geführten Touren teilnimmt, wird den Sommer im Perigord als unvergesslich empfinden. Natürlich bedeutet dies auch, dass die beliebtesten Sehenswürdigkeiten stärker frequentiert sind und eine frühzeitige Buchung von Unterkünften und Aktivitäten ratsam ist. Doch die sommerliche Atmosphäre, die lauen Abende unter dem Sternenhimmel und die Möglichkeit, in den kühlen Wassern der Flüsse Abkühlung zu finden, entschädigen für die belebteren Orte.
Farbenrausch und Gaumenfreuden: Der Herbst als Trüffelsaison im Schwarzen Perigord
Der Herbst, von Mitte September bis Ende Oktober, ist für viele Kenner die absolute Königszeit für eine Reise ins Perigord. Die sommerliche Hitze hat sich gelegt, und die Temperaturen sind ideal für Erkundungen und Genüsse. Die Landschaft verwandelt sich in ein atemberaubendes Mosaik aus Gold-, Rot- und Brauntönen, wenn sich das Laub der Weinreben und Bäume verfärbt. Dies ist die Zeit der Weinlese, und viele Weingüter öffnen ihre Türen für Verkostungen. Doch der eigentliche Höhepunkt des Herbstes ist der Beginn der Trüffelsaison. Das Perigord Noir, die dunkle, trüffelreiche Region, erwacht zum Leben, und auf den Märkten tauchen die ersten schwarzen Trüffel auf, die den unverwechselbaren Duft der Region verströmen. Auch die Walnuss-Ernte ist in vollem Gange. Die Touristenzahlen gehen leicht zurück, was ein entspannteres Reiseerlebnis ermöglicht, während die Restaurants mit den frischen Produkten der Saison glänzen. Wer die Ruhe der Natur, die Farbenpracht des Herbstes und die kulinarischen Höhepunkte des Perigords in vollen Zügen genießen möchte, sollte unbedingt diese Jahreszeit wählen.

Kaminfeuer und kulinarische Geheimnisse: Der Winter im Land der Gänseleberpastete
Der Winter im Perigord, von November bis März, ist die Zeit der Besinnung und der wahren Genießer. Auch wenn die Landschaft nicht mehr so farbenfroh ist und einige touristische Attraktionen eingeschränkte Öffnungszeiten haben, offenbart sich das Perigord in dieser Zeit von seiner authentischsten Seite. Die Massen sind verschwunden, und man kann die historischen Stätten in beinahe privater Atmosphäre erkunden. Die kalten Tage laden dazu ein, sich in gemütlichen Gasthäusern am Kaminfeuer aufzuwärmen und die reichhaltige Küche des Perigords, allen voran die Gänseleberpastete und die Trüffel, in vollen Zügen zu genießen. Es ist die Hochsaison für die Trüffelmärkte, auf denen man die edlen Knollen direkt von den Produzenten erwerben kann. Wer die Ruhe sucht, das echte ländliche Leben erfahren und sich ganz den kulinarischen Genüssen hingeben möchte, wird den Winter im Perigord lieben. Es ist eine Zeit, in der die Gastfreundschaft besonders warm ist und man sich dem Charme der Region in seiner ursprünglichsten Form hingeben kann.
Die beste Reisezeit für Perigord - Ein Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Perigord zu jeder Jahreszeit seinen ganz eigenen Reiz entfaltet. Während der Frühling mit seiner frischen Schönheit und Ruhe lockt und der Sommer mit Lebendigkeit und warmen Temperaturen begeistert, bietet der Herbst eine unvergleichliche Mischung aus Farbenpracht und kulinarischem Hochgenuss. Der Winter wiederum ist die Zeit der Besinnung und der intensiven Begegnung mit den gastronomischen Schätzen der Region. Die "beste" Reisezeit für Perigord ist somit eine höchst persönliche Entscheidung, die von den individuellen Erwartungen und Vorlieben abhängt. Doch egal, wann man das Perigord besucht, es wird seine Besucher mit seiner einzigartigen Geschichte, seiner atemberaubenden Natur und seiner herzhaften Küche stets in seinen Bann ziehen und unvergessliche Erinnerungen schaffen. Es ist eine Region, die es versteht, sich zu jeder Jahreszeit neu zu erfinden und doch stets ihrem unverwechselbaren Charakter treu zu bleiben.
Klimatabelle Périgord
Das Klima im Périgord (Dordogne) ist ozeanisch geprägt, was bedeutet, dass die Winter meist mild und die Sommer angenehm warm bis heiß sind. Da die Region am Rande des Zentralmassivs liegt, kann es jedoch je nach Höhenlage (der Nordosten ist kühler und feuchter als der Südwesten) leichte Unterschiede geben.
Monat | Max. Temp. | Min. Temp. | Sonnenstunden | Regentage |
Januar | 9 °C | 2 °C | 2 | 9 |
Februar | 11 °C | 2 °C | 3 | 7 |
März | 15 °C | 4 °C | 5 | 8 |
April | 17 °C | 6 °C | 6 | 9 |
Mai | 21 °C | 9 °C | 7 | 10 |
Juni | 25 °C | 13 °C | 8 | 8 |
Juli | 27 °C | 15 °C | 9 | 6 |
August | 27 °C | 15 °C | 8 | 6 |
September | 24 °C | 12 °C | 7 | 7 |
Oktober | 18 °C | 9 °C | 4 | 8 |
November | 13 °C | 5 °C | 2 | 9 |
Dezember | 9 °C | 3 °C | 2 | 9 |
Jahreszeiten im Überblick
Frühling (März–Mai): Die Natur erwacht, es ist oft schon angenehm mild, aber Schauer sind keine Seltenheit. Der Mai gilt als einer der schönsten Monate für Wanderungen.
Sommer (Juni–August): Die heißeste Zeit mit Werten oft über 30 °C. Die Abende sind lang und warm – ideal für die berühmten Nachtmärkte (Marchés Nocturnes). Kurze, heftige Wärmegewitter treten gelegentlich auf.
Herbst (September–Oktober): Ein "Indian Summer" ist im Périgord sehr häufig. Der September ist oft noch sommerlich warm, während der Oktober mit goldenem Licht und der Weinernte lockt.
Winter (November–Februar): Frost ist möglich (bis zu $-10$ °C in Extremfällen), aber meist bleiben die Temperaturen im einstelligen Plusbereich. Es ist die Zeit der Trüffel- und Fettmärkte (Marchés au Gras).
Beste Reisezeit
Für Aktivurlauber (Wandern/Radfahren): Mai, Juni und September.
Für Badeurlauber & Familien: Juli und August (perfekt zum Kanufahren auf der Dordogne).
Für Genießer: September bis November (Weinernte, Pilze und Trüffel-Saisonbeginn).
Bezahlung und Mobilität in Périgord
Hier ist ein Überblick für Ihre Reise in das wunderschöne Périgord.
💳 Währung und Bezahlen
Die offizielle Währung in Frankreich ist der Euro (€).
Bargeld: Es ist immer ratsam, eine kleine Menge Bargeld für kleine Cafés, Marktstände oder Trinkgelder in ländlichen Gegenden dabei zu haben.
Kredit- und Debitkarten: Kreditkarten (Visa, Mastercard) sind weit verbreitet und werden fast überall akzeptiert. Achten Sie darauf, eine Karte ohne oder mit geringen Fremdwährungsgebühren zu nutzen. Keine Kreditkarte? Dann schaut mal hier auf Tarifcheck vorbei!*
Kontaktloses Bezahlen: „Sans contact“ ist Standard. Fast jedes Terminal akzeptiert kontaktloses Bezahlen per Karte oder Smartphone (Apple Pay, Google Pay).
🚗 Mobilität: Mietwagen
Das Périgord ist eine ländlich geprägte Region mit vielen kleinen Dörfern und Sehenswürdigkeiten, die abseits der großen Städte liegen. Ein Mietwagen ist hier das mit Abstand flexibelste und empfehlenswerteste Verkehrsmittel.
Anmietung: Mietwagen erhalten Sie am besten direkt an den größeren Bahnhöfen (z. B. Périgueux, Bergerac, Sarlat) oder an den Flughäfen (z. B. Bordeaux, Bergerac). Mietwagen in Frankreich findet ihr auf Check24!*
Straßen: Die Hauptstraßen sind gut ausgebaut. Die kleineren „Routes Départementales“ sind wunderschön, können aber teilweise sehr eng und kurvig sein.
Parken: In beliebten touristischen Orten (wie Sarlat, Beynac oder La Roque-Gageac) ist das Parken während der Hochsaison oft gebührenpflichtig und kann schwierig sein. Nutzen Sie früh morgens oder spät abends die Parkplätze am Ortsrand.
🚌 Öffentlicher Nahverkehr
Der öffentliche Nahverkehr ist in dieser Region im Vergleich zu Ballungszentren eher eingeschränkt.
Zug (TER): Es gibt Regionalzüge, die die größeren Städte verbinden (z. B. Bordeaux – Bergerac – Sarlat oder Périgueux – Limoges). Der Zug ist ideal, um in die Region zu kommen, aber weniger geeignet, um die entlegenen Schlösser oder kleineren Dörfer zu besichtigen.
Busse: Es gibt ein Netz aus Regionalbussen, die jedoch oft primär auf den Schulverkehr ausgerichtet sind und außerhalb dieser Zeiten seltener fahren. Informieren Sie sich vorab auf der Website der Region „Nouvelle-Aquitaine“ (Lignes de bus/car).
Taxi/VTC: Taxis oder VTC-Dienste (wie Uber) sind in den ländlichen Gegenden des Périgord rar und sollten vorab telefonisch reserviert werden, falls benötigt.
💡 Fazit für Ihre Reiseplanung
Wenn Sie nur in einer der größeren Städte bleiben möchten, kommen Sie gut mit Bahn und zu Fuß zurecht. Möchten Sie jedoch das „echte“ Périgord mit seinen vielen Schlössern, Gärten und Märkten in Ihrem eigenen Tempo erkunden, sollten Sie unbedingt einen Mietwagen einplanen.
Aktivitäten in Perigord (Bordeaux) könnt ihr hier finden und buchen:
Flüge nach Perigord (Bordeaux) findest du hier:
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FAQ: Alles Wichtige für Ihre Reise ins Périgord
Das Périgord (entspricht weitgehend dem heutigen Département Dordogne) ist eine der geschichtsträchtigsten und genussreichsten Regionen Frankreichs. Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen für Ihre Reiseplanung.
1. Wo genau liegt das Périgord und wie komme ich hin?
Périgord liegt im Südwesten Frankreichs. Die Region ist am besten mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen zu erkunden. Die Anreise erfolgt meist über die Flughäfen in Bordeaux oder Bergerac, von wo aus Sie mit dem Mietwagen flexibel weiterreisen können.
2. Was sind die „vier Farben“ des Périgord?
Die Region wird traditionell in vier Gebiete unterteilt, die nach ihren Landschaften benannt sind:
Périgord Noir (Schwarz): Bekannt für seine dichten Eichenwälder und die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten (z. B. Sarlat).
Périgord Blanc (Weiß): Benannt nach den hellen Kalksteinplateaus um Périgueux.
Périgord Vert (Grün): Geprägt von grünen Tälern, Wiesen und Wasserläufen im Norden.
Périgord Pourpre (Purpur): Das Weingebiet um Bergerac.
3. Welche Sehenswürdigkeiten darf man nicht verpassen?
Absolut empfehlenswert sind die mittelalterliche Stadt Sarlat-la-Canéda, die beeindruckenden Gärten von Marqueyssac, die Höhlenmalereien von Lascaux IV sowie die malerisch an Felsklippen gebauten Schlösser wie Castelnaud oder Beynac.
4. Was ist das kulinarische Highlight der Region?
Das Périgord gilt als das Zentrum der französischen Gastronomie. Die „Heilige Dreifaltigkeit“ der Region besteht aus Trüffeln, Gänseleber (Foie Gras) und Walnüssen. Probieren Sie unbedingt auch die lokalen Weine aus der Region Bergerac.
5. Wann ist die beste Reisezeit?
Die ideale Reisezeit liegt zwischen Mai und Juni sowie im September und Oktober. In diesen Monaten ist das Wetter angenehm mild und der große Touristenansturm der Sommerferien (Juli/August) bleibt aus.
6. Eignet sich das Périgord für einen Urlaub mit Kindern?
Definitiv! Es gibt zahlreiche Aktivitäten für Familien: Kanufahrten auf der Dordogne, der Besuch von prähistorischen Höhlen, Ritterburgen zum Erkunden und viele Themenparks machen die Region für Kinder sehr abwechslungsreich.
7. Muss ich Französisch sprechen, um mich zurechtzufinden?
In den touristischen Zentren wie Sarlat oder an bekannten Sehenswürdigkeiten kommt man mit Englisch sehr gut zurecht. In kleineren Dörfern oder auf lokalen Märkten ist es jedoch immer höflich und hilfreich, ein paar Grundbegriffe auf Französisch parat zu haben.
8. Wie viel Zeit sollte man für eine Reise einplanen?
Um die Highlights in Ruhe zu genießen, sollten Sie mindestens eine Woche einplanen. Da die Region sehr dicht mit Sehenswürdigkeiten besiedelt ist, kann man auch zwei Wochen verbringen, ohne dass es langweilig wird.




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