
Optimale Reisezeit Island
Island ist ein Land der extremen Kontraste, in dem die Natur die Regie führt und sich zu jeder Jahreszeit in einem völlig neuen Gewand präsentiert. Die Frage nach der optimalen Reisezeit lässt sich daher nicht mit einem einzigen Datum beantworten, sondern gleicht eher der Wahl zwischen verschiedenen Welten. Während die Sommermonate mit endloser Helligkeit und milden Temperaturen locken, bietet die kalte Jahreszeit eine magische Stille und das spektakuläre Tanzen der Polarlichter. Wer Island besucht, muss sich darauf einstellen, dass das Wetter launisch ist und sich innerhalb von Minuten von strahlendem Sonnenschein in einen peitschenden Schneesturm verwandeln kann – ein Umstand, der den rauen Charme der Insel jedoch nur unterstreicht.
Das Erwachen der schüchternen Farben
Wenn der Frühling Einzug hält, beginnt auf Island ein zaghafter, aber faszinierender Wandel. In den Monaten April und Mai schmilzt der Schnee in den Küstenregionen und macht Platz für die ersten kräftigen Grüntöne der Moose und Flechten. Dies ist die Zeit der Rückkehrer: Die charmanten Papageientaucher lassen sich an den Klippen nieder und die Zugvögel erfüllen die Luft mit Leben. Der Frühling ist eine Phase des Übergangs, in der man oft noch die Gelegenheit hat, letzte Nordlichter am Nachthimmel zu erspähen, während die Tage bereits merklich länger werden. Ein großer Vorteil dieser Reisezeit ist die relative Ruhe, da die großen Touristenströme noch auf sich warten lassen und die Preise für Unterkünfte oft moderater ausfallen als in der Hochsaison.

Die Herrschaft der Mitternachtssonne
Sobald der Juni beginnt, taucht Island in ein Licht, das niemals ganz erlischt. Der Sommer ist zweifellos die beliebteste Reisezeit, denn die Mitternachtssonne schenkt den Reisenden nahezu 24 Stunden Tageslicht. Dies ermöglicht ausgedehnte Erkundungstouren bis tief in die Nacht, ohne jemals im Dunkeln zu stehen. Die Temperaturen klettern nun auf milde 10 bis 15 Grad, und das Hochland öffnet seine Pisten für Abenteurer, die das unbewohnte Landesinnere mit Geländewagen erkunden möchten. Es ist die einzige Zeit im Jahr, in der Wanderwege wie der berühmte Laugavegur sicher begehbar sind und die gesamte Insel von den Westfjorden bis in den Osten problemlos bereist werden kann.
Das goldene Leuchten vor dem Frost
Im September und Oktober verwandelt sich die Insel in ein flammendes Meer aus Gold, Orange und tiefem Rot. Der Herbst in Island ist kurz, aber von einer melancholischen Schönheit geprägt, die Fotografen aus aller Welt anzieht. Wenn die Sonne tiefer steht, wirft sie lange Schatten über die Lavafelder und taucht die Wasserfälle in ein besonders weiches Licht. Die Nächte werden nun wieder dunkel genug, um die Jagd nach den Aurora Borealis zu eröffnen, während die Luft noch frisch und die Straßen meist gut befahrbar sind. Wer die herbstliche Einsamkeit sucht und das spektakuläre "Schafabtrieb"-Fest – das Rettir – miterleben möchte, findet in dieser Zeit sein persönliches Island-Glück.

Das Reich der tanzenden Lichter
Wenn der Winter die Insel fest im Griff hat, zeigt sich Island von seiner dramatischsten Seite. Von November bis März dominieren Eis und Schnee das Landschaftsbild, und die Tageslichtstunden schrumpfen auf ein Minimum zusammen. Doch genau diese Dunkelheit ist die Leinwand für das beeindruckendste Schauspiel der Natur: die Polarlichter. Der Winter bietet zudem Erlebnisse, die zu keiner anderen Zeit möglich sind, wie etwa den Besuch von tiefblauen, natürlichen Eishöhlen in den Gletschern oder ein Bad in einer dampfenden heißen Quelle, während um einen herum Schneeflocken vom Himmel fallen. Es ist eine Reise für jene, die die Herausforderung der Elemente nicht scheuen und die majestätische Stille einer vereisten Welt zu schätzen wissen.
Optimale Reisezeit Island - Ein Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die optimale Reisezeit für Island ganz von den persönlichen Wünschen abhängt. Wer das volle Programm an Wanderungen und das Hochland erleben möchte, kommt um den Sommer nicht herum. Wer jedoch die Mystik der Nordlichter und die glitzernde Pracht des Eises sucht, sollte den Winter wählen. Island ist kein Ziel für eine einmalige Reise, sondern ein Ort, der dazu einlädt, ihn in jedem seiner vier unterschiedlichen Gewänder immer wieder neu zu entdecken.

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Optimale Reisezeit für Island in Stichpunkten
Island, das Land aus Feuer und Eis, bietet das ganze Jahr über unvergessliche Erlebnisse, aber die optimale Reisezeit hängt stark von den individuellen Interessen und geplanten Aktivitäten ab.
Sommer (Juni bis August)
Dies ist die beliebteste Reisezeit, da die Temperaturen am mildesten sind (durchschnittlich 10-15 °C) und die Tage am längsten sind.
Die Mitternachtssonne ermöglicht es, 24 Stunden lang Tageslicht zu genießen, was ideal für Erkundungstouren und Outdoor-Aktivitäten ist.
Die Straßen im Hochland sind geöffnet, sodass auch entlegenere Gebiete zugänglich sind.
Dies ist die beste Zeit für Wanderungen, Walbeobachtungen und die Erkundung der atemberaubenden Naturlandschaften.
Übergangszeiten (Mai und September)
Diese Monate bieten eine gute Balance zwischen angenehmem Wetter und weniger Touristen.
Die Landschaft erstrahlt in voller Blüte oder in den warmen Farben des Herbstes.
Dies ist eine ideale Zeit für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Radfahren, da die Temperaturen noch mild sind.
September ist auch der Beginn der Nordlichtsaison.
Winter (Oktober bis April)
Die Wintermonate sind ideal für Reisende, die das Nordlicht erleben möchten.
Die schneebedeckte Landschaft bietet eine magische Atmosphäre.
Eishöhlen-Touren und Schneemobilfahrten sind beliebte Aktivitäten.
Die Temperaturen können jedoch sehr kalt sein (durchschnittlich 0 bis -5 °C), und es gibt nur wenige Tageslichtstunden.
Fazit
Für Outdoor-Aktivitäten und die Erkundung der Natur sind die Sommermonate ideal.
Für Nordlichtbeobachtungen sind die Wintermonate am besten geeignet.
Die Übergangszeiten bieten eine gute Balance zwischen Wetter und Touristendichte.
Es ist wichtig zu beachten, dass das Wetter in Island sehr unvorhersehbar sein kann.
Reisende sollten daher immer auf wechselhaftes Wetter vorbereitet sein und entsprechende Kleidung mitbringen.

Klimatabelle Island (Orientierung an Reykjavík)
Hier ist eine Übersicht der durchschnittlichen Temperaturen in Island (Beispiel Reykjavík). Bitte beachte, dass das Wetter in Island sehr wechselhaft ist („Wenn dir das Wetter nicht passt, warte fünf Minuten“), aber diese Werte geben dir eine gute Orientierung für deine Planung.
Monat | Tagestemperatur | Nachttemperatur | Wassertemperatur | Sonnenstunden/Tag | Niederschlag (mm) |
Jan | 2 | -2 | 5 | 1 | 80 |
Feb | 3 | -2 | 4 | 2 | 80 |
Mär | 3 | -2 | 5 | 4 | 75 |
Apr | 6 | 1 | 6 | 6 | 55 |
Mai | 9 | 4 | 7 | 7 | 50 |
Jun | 12 | 7 | 9 | 7 | 50 |
Jul | 14 | 9 | 10 | 6 | 50 |
Aug | 13 | 8 | 10 | 5 | 70 |
Sep | 10 | 6 | 9 | 4 | 70 |
Okt | 7 | 3 | 7 | 3 | 80 |
Nov | 4 | 0 | 6 | 1 | 75 |
Dez | 3 | -1 | 5 | 1 | 90 |
Wichtige Fakten für deine Reise
Der Norden: In Akureyri oder am Mývatn-See ist es im Sommer oft etwas wärmer (bis zu 20°C möglich), im Winter dafür deutlich kälter und schneereicher als in Reykjavík.
Der Wind: Die gefühlte Temperatur liegt durch den oft starken Wind meist deutlich unter den gemessenen Werten. Eine winddichte Jacke ist das wichtigste Kleidungsstück.
Tageslicht: Im Juni wird es fast gar nicht dunkel (Mittsommer), während du im Dezember nur etwa 4 bis 5 Stunden Tageslicht hast.

Wann nach Island reisen?
Wann die beste Reisezeit für Island ist, hängt ganz von deinen persönlichen Plänen ab, da die Insel zu jeder Jahreszeit ein völlig anderes Gesicht zeigt. Die meisten Reisenden wählen die Sommermonate von Juni bis August, da das Wetter dann mit Temperaturen zwischen 10°C und 15°C am stabilsten ist und die berühmte Mitternachtssonne fast 24 Stunden Tageslicht für ausgedehnte Roadtrips bietet. In dieser Zeit sind auch die abgelegenen Pisten im Hochland befahrbar und die Chancen für Walbeobachtungen sowie Wanderungen stehen am besten. Wer es hingegen ruhiger mag und die Kosten für Unterkünfte senken möchte, findet im Mai oder September ideale Bedingungen, da die Natur dann entweder im frischen Grün erwacht oder in herbstlichen Farben leuchtet, während die großen Touristenströme ausbleiben.
Magische Nächte und winterliche Abenteuer
Für Fans der Nordlichter ist das Winterhalbjahr zwischen Oktober und März die ideale Wahl, wenn die langen, dunklen Nächte die besten Voraussetzungen für das tanzende Himmelslicht bieten. Trotz der Kälte lockt der Winter mit einzigartigen Erlebnissen wie dem Besuch natürlicher Eishöhlen, Entspannung in heißen Thermalquellen bei frostigen Außentemperaturen und einer tief verschneiten Landschaft. Auch wenn die Tage in dieser Zeit kurz sind und manche Straßen im Landesinneren gesperrt bleiben, entschädigt die mystische Atmosphäre und die Chance auf die Aurora Borealis für die wetterbedingten Einschränkungen.

Offizielle Tourismus-Websites Island
Wenn du eine Reise nach Island planst, gibt es eine Handvoll Websites, die absolut essenziell sind – nicht nur für die Inspiration, sondern vor allem für deine Sicherheit. Da sich das Wetter und die Straßenbedingungen dort im Minutentakt ändern können, gehören diese Lesezeichen in jeden Browser.
Hier ist die kuratierte Liste der offiziellen und wichtigsten privaten Seiten:
1. Die offiziellen Tourismus-Portale
Diese Seiten bieten den besten Überblick über Regionen, Aktivitäten und allgemeine Einreisebestimmungen.
Visit Iceland: Die offizielle Tourismus-Seite. Sie ist hervorragend auf Deutsch verfügbar und bietet Inspiration für alle Regionen (Süden, Norden, Westfjorde etc.) sowie einen CO2-Fußabdruck-Rechner für deine Reise.
Island.is: Das offizielle Regierungsportal. Hier findest du alles zu formellen Themen wie Visabestimmungen oder aktuellen Einreisehinweisen.
2. Überlebenswichtig: Sicherheit & Wetter
Island ist wunderschön, kann aber gefährlich sein. Diese drei Seiten solltest du während deiner Reise täglich prüfen:
SafeTravel.is: Die wichtigste Seite für Outdoor-Sicherheit. Hier kannst du deinen Reiseplan hinterlegen (damit die Rettungskräfte im Notfall wissen, wo du bist) und aktuelle Warnungen zu Stürmen oder Vulkanausbrüchen sehen.
Road.is: Die Live-Karte des isländischen Straßenamtes. Sie zeigt dir in Echtzeit, welche Straßen gesperrt (rot), vereist (blau) oder gut befahrbar (grün) sind. Unverzichtbar für Mietwagen-Touren!
Vedur.is: Das isländische Meteorologische Amt. Verlass dich nicht auf die Wetter-App deines Handys; nur Vedur zeigt dir die für Island so wichtigen Windgeschwindigkeiten und die Nordlicht-Vorhersage präzise an.
3. Hilfreiche Blogs & Spezialisten
Wenn du Insider-Tipps suchst, die über die Standard-Reiseführer hinausgehen, sind diese deutschsprachigen Quellen sehr empfehlenswert:
Reisewut.com: Ein sehr detaillierter Blog mit Fokus auf Fotografie und Roadtrips. Besonders die Tipps zu Mietwagen und 4x4-Fahrzeugen sind Gold wert.
Viel-unterwegs.de: Bietet umfassende Reiseberichte für jede Jahreszeit und praktische Packlisten.
Katla Travel & Island ProTravel: Die führenden deutschen Spezial-Reiseveranstalter. Selbst wenn du individuell buchst, bieten deren Kataloge und Blogs eine super Orientierung für Routenplanungen.
Ein kleiner Tipp für deine Planung:
In Island ist Bargeld fast komplett überflüssig. Du kannst sogar öffentliche Toiletten am Ende der Welt mit Kreditkarte oder Apple/Google Pay bezahlen. Pack also lieber eine gute Powerbank für dein Handy ein als einen dicken Geldbeutel!

Einreisebestimmungen Island
Deutsche Staatsangehörige können für touristische Aufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen visumfrei nach Island einreisen. Als Reisedokumente werden der Reisepass, der vorläufige Reisepass, der Personalausweis sowie der vorläufige Personalausweis anerkannt, sofern diese für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig sind. Auch der Kinderreisepass ist für die Einreise zugelassen. Da Island Mitglied des Schengen-Raums ist, finden an den Binnengrenzen in der Regel keine systematischen Personenkontrollen statt, dennoch muss ein gültiges Ausweisdokument stets mitgeführt werden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den strengen Einfuhrbestimmungen zum Schutz der isländischen Natur. Gebrauchte Angelausrüstung sowie Reitkleidung müssen vor der Einreise nachweislich desinfiziert oder gereinigt werden, wobei für Lederzubehör wie Sättel oder Zaumzeug ein generelles Einfuhrverbot besteht, falls diese bereits benutzt wurden. Bei der Mitnahme von Lebensmitteln ist zu beachten, dass rohes Fleisch, Fleischwaren wie Salami oder Schinken sowie rohe Eier und ungekochte Milch nicht eingeführt werden dürfen. Die Freimenge für andere Lebensmittel beträgt insgesamt 3 kg pro Person. Für die Einfuhr von Alkohol liegt das Mindestalter bei 20 Jahren, wobei verschiedene Kombinationen innerhalb der Freimengen wie beispielsweise ein Liter Spirituosen und 0,75 Liter Wein sowie drei Liter Bier möglich sind. Tabakwaren dürfen ab einem Alter von 18 Jahren eingeführt werden.
Reisende, die verschreibungspflichtige Medikamente mitführen, sollten eine ärztliche Bescheinigung in englischer Sprache bereithalten. Haustiere unterliegen einer sehr strengen Genehmigungs- und Quarantänepflicht, weshalb von einer Mitnahme für kurze Urlaubsreisen dringend abgeraten wird. Für Autofahrer gilt in Island zudem eine ganzjährige Lichtpflicht und eine strikte Null-Toleranz-Grenze bezüglich Alkohol am Steuer.
Weitere Details und tagesaktuelle Informationen finden Sie in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes unter https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender/island-node/islandsicherheit-223400 sowie auf der offiziellen Seite der isländischen Zollbehörde unter https://www.skatturinn.is/english/individuals/customs/traveling-to-iceland/.

Währung in Island
In Island ist die offizielle Währung die Isländische Krone (Abkürzung: ISK; isländisch: króna).
Hier ist eine kompakte Übersicht für deine Reiseplanung oder Information:
Aktueller Wechselkurs (Stand: Januar 2026)
Die Kurse schwanken täglich, aber zur Orientierung dienen folgende Richtwerte:
1 EUR ≈ 147 ISK
1000 ISK ≈ 6,80 EUR
Wissenswertes zur Bezahlung
Bargeldlos an der Spitze: Island ist eines der Länder mit der weltweit höchsten Akzeptanz von Kartenzahlungen. Selbst kleinste Beträge beim Bäcker oder an öffentlichen Toiletten werden fast ausschließlich mit Kredit- oder Debitkarte (Visa, Mastercard) bezahlt. Keine Kreditkarte? Dann schaut mal hier auf Tarifcheck vorbei!*
Bargeld: Münzen und Scheine werden im Alltag kaum noch genutzt. Es ist zwar möglich, in Banken oder am Flughafen Geld zu tauschen, für eine normale Reise ist Bargeld jedoch meist nicht notwendig.
Münzen & Scheine: Falls du doch Bargeld in die Finger bekommst: Es gibt Münzen zu 1, 5, 10, 50 und 100 Kronen sowie Scheine im Wert von 500, 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 Kronen.
Trinkgeld: In Island ist Trinkgeld unüblich, da Servicegebühren in der Regel bereits in den Preisen enthalten sind.
Tipp für Reisende
Achte beim Bezahlen mit Karte darauf, immer in der Landeswährung (ISK) abzurechnen, falls das Terminal dich fragt. So überlässt du die Umrechnung deiner Hausbank, was fast immer günstiger ist als der Sofort-Wechselkurs des Automatenbetreibers.








