
Beste Reisezeit für Kamerun
Kamerun, oft als „Afrika im Miniaturformat“ bezeichnet, ist ein Land von atemberaubender geografischer Vielfalt, das sich vom äquatorialen Regenwald im Süden bis hin zur trockenen Savanne im Norden erstreckt. Wer eine Reise in dieses facettenreiche Land plant, stellt sich unweigerlich die Frage nach dem idealen Moment für den Aufbruch. Die Suche nach der Antwort führt uns durch ein klimatisches Mosaik, das weniger von klassischen vier Jahreszeiten als vielmehr vom Rhythmus der Regen- und Trockenzeiten geprägt ist. Um die beste Reisezeit für Kamerun zu finden, muss man die Launen der Natur verstehen, die das Land in ein ständiges Wechselspiel aus staubiger Hitze und üppiger Feuchtigkeit tauchen.
Der Frühling der erwachenden Pfade
Wenn in Europa der Frühling Einzug hält, befindet sich Kamerun bereits in einer Phase des Übergangs. In den Monaten März und April beginnt die Luft feuchter zu werden, und die ersten Gewitter reinigen den Himmel vom staubigen Dunst des Harmattan-Windes. Es ist die Zeit, in der die Natur tief durchatmet und das erste zarte Grün die staubigen Pisten des Nordens überzieht. Für Reisende bietet dieser Zeitraum eine besondere Magie, da die Sicht klarer wird und die drückende Hitze der vorangegangenen Monate durch die ersten Regengüsse gemildert wird. Die Nationalparks erwachen zu neuem Leben, und obwohl die Wege hier und da bereits schlammig werden können, belohnt die Landschaft mit einer Frische, die den herannahenden tropischen Sommer ankündigt.
Der Sommer im Rhythmus der Trommelregen
Während der europäische Sommer die Menschen ins Freie lockt, hüllt sich Kamerun zwischen Juni und August in einen dichten Mantel aus Wolken. Dies ist die Zeit der großen Regen, in der der Himmel seine Schleusen öffnet und die Erde mit lebensspendendem Wasser flutet. Besonders an der Küste, in Städten wie Douala oder am Fuße des Kamerunbergs, verwandelt sich die Welt in ein sattes, dunkles Grün. Die Wasserfälle stürzen mit donnernder Gewalt in die Tiefe, und der Regenwald verströmt einen schweren, erdigen Duft. Auch wenn die Fortbewegung in dieser Zeit aufgrund unpassierbarer Straßen eine Herausforderung darstellt, offenbart das Land eine melancholische Schönheit, die nur jene erleben, die das Abenteuer abseits der ausgetretenen Pfade suchen und die Urgewalt der Tropen respektieren.
Der Herbst der goldenen Ernte
Im September und Oktober beginnt der Regen allmählich nachzulassen, und das Land tritt in einen goldenen Herbst der Ruhe ein. Die dichten Wolkenfelder reißen auf und geben den Blick frei auf eine gewaschene, strahlende Welt. In den westlichen Hochländern rund um Bamenda und Foumban ist dies eine Zeit der Ernte und der kulturellen Feste. Die Temperaturen sind angenehm kühl, und die weiten Graslandschaften leuchten in einem kräftigen Smaragdgrün, das langsam in wärmere Töne übergeht. Es ist eine Phase der Mäßigung, in der die Natur noch immer üppig ist, aber die Wege wieder fest und befahrbar werden, was Wanderungen in den Bergen zu einem unvergleichlichen Vergnügen macht, bevor die große Trockenheit das Land fest in ihren Griff nimmt.
Der Winter im Licht der Savanne
Wenn sich das Jahr dem Ende neigt und die Monate November bis Februar anbrechen, erreicht Kamerun seine klimatische Glanzzeit. Dies ist die eigentliche Trockenzeit, in der die Sonne unangefochten am Firmament regiert. Im Norden des Landes, wo die Savanne den Horizont berührt, herrscht nun das ideale Licht für Safari-Liebhaber. Die Tiere versammeln sich an den schwindenden Wasserlöchern, was Beobachtungen im Waza-Nationalpark besonders einfach macht. An der Küste genießen Reisende die palmengesäumten Strände von Kribi unter einem wolkenlosen blauen Himmel. Die Luft ist trocken, und die Nächte in den Bergen können erfrischend kühl sein, was diesen „Winter“ zur angenehmsten Periode für Expeditionen durch das gesamte Staatsgebiet macht.
Beste Reisezeit für Kamerun - Ein Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beste Reisezeit für Kamerun zweifellos in den europäischen Wintermonaten zwischen November und Februar liegt. In diesem Zeitfenster zeigt sich das Land von seiner zugänglichsten Seite, da die trockenen Bedingungen sowohl die Tierbeobachtungen im Norden als auch die Entspannung an den südlichen Stränden begünstigen. Dennoch besitzt jede Phase des kamerunischen Jahres ihren eigenen, fast schon poetischen Reiz für diejenigen, die bereit sind, sich auf die klimatischen Besonderheiten Zentralafrikas einzulassen. Ob im staubigen Gold der Trockenzeit oder im satten Smaragd der Regenzeit – Kamerun bleibt ein Ziel, das zu jeder Zeit die Sinne anspricht und den Geist bereichert.
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Beste Reisezeit für Kamern in Stichpunkten
Die beste Reisezeit für Kamerun hängt stark von den regionalen klimatischen Bedingungen ab, da das Land aufgrund seiner Größe und Topographie unterschiedliche Klimazonen aufweist.
Allgemein gilt:
Trockenzeit:
Die Trockenzeit wird im Allgemeinen als die beste Reisezeit angesehen.
Im Hochland und im Süden Kameruns ist die Trockenzeit von Dezember bis Februar.
Im Norden Kameruns erstreckt sich die Trockenzeit von Oktober bis März.
Regenzeit:
Die Regenzeit dauert in der Regel von März bis Oktober/November.
Während dieser Zeit muss mit starken Niederschlägen und möglichen Überschwemmungen gerechnet werden.
Regionale Unterschiede:
Norden:
Hier herrscht ein wechselfeuchtes Klima.
Die Trockenzeit von Oktober bis April ist ideal für Reisen.
Auch während der Regenzeit ist es im Norden nicht extrem feucht.
Hochland und Süden:
Die Trockenzeit von Dezember bis März ist die beste Reisezeit.
Während dieser Zeit ist es kühler, aber es gibt weniger Niederschläge.
Küste:
Die trockenste Phase ist von November bis Februar.
Die Regenzeit ist von Juli bis Oktober.
Zusammenfassend:
Für den Norden Kameruns ist der Zeitraum von Oktober bis März am besten geeignet.
Für das Hochland und den Süden empfiehlt sich die Reisezeit von Dezember bis Februar/März.
Bei der Planung Ihrer Reise sollten Sie die spezifischen klimatischen Bedingungen der Regionen, die Sie besuchen möchten, berücksichtigen.
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Klimatabelle Kamerun
Kamerun wird oft als „Afrika im Miniaturformat“ bezeichnet, da es fast alle Klimazonen des Kontinents in einem Land vereint. Das Wetter unterscheidet sich daher extrem, je nachdem, ob man sich an der feuchten Küste, im kühlen Hochland oder im trockenen Norden befindet.
Hier ist eine Übersicht der Durchschnittswerte für das Zentrum (Yaoundé), was einen guten Mittelwert für das Land darstellt:
Monat | Max. Temp. | Min. Temp. | Sonnenstd./Tag | Regentage |
Januar | 29°C | 19°C | 6 | 2 |
Februar | 30°C | 20°C | 6 | 4 |
März | 30°C | 20°C | 5 | 12 |
April | 29°C | 20°C | 5 | 15 |
Mai | 28°C | 20°C | 5 | 16 |
Juni | 27°C | 19°C | 4 | 15 |
Juli | 27°C | 19°C | 3 | 11 |
August | 27°C | 19°C | 3 | 12 |
September | 27°C | 19°C | 4 | 20 |
Oktober | 27°C | 19°C | 4 | 23 |
November | 28°C | 19°C | 5 | 11 |
Dezember | 28°C | 19°C | 6 | 3 |
Die drei großen Klimazonen Kameruns
Wegen der enormen Nord-Süd-Ausdehnung variiert das Klima stark:
Der feucht-heiße Süden & Küste (z. B. Douala, Kribi):
Tropisch-äquatoriales Klima.
Besonderheit: Extrem hohe Luftfeuchtigkeit und viel Regen. Am Mount Cameroon (Debundscha) fallen bis zu 11.000 mm Regen im Jahr – einer der nassesten Orte der Welt.
Beste Reisezeit: Dezember bis Februar (kurze Trockenphase).
Das gemäßigte Hochland (z. B. Bamenda, Bafoussam):
Angenehmere Temperaturen durch die Höhenlage (oft nur 20–22°C im Schnitt).
Nachts kann es hier empfindlich kühl werden.
Der trockene Norden (z. B. Garoua, Maroua):
Semi-arides Savannenklima.
Temperaturen: Im April/Mai oft über 40°C.
Es gibt nur eine ausgeprägte Regenzeit (Juni bis September). Den Rest des Jahres ist es sehr staubig, oft beeinflusst durch den Wüstenwind Harmattan.
Zusammenfassung: Wann wohin?
Beste allgemeine Reisezeit: November bis März. In diesen Monaten herrscht im ganzen Land Trockenzeit, die Straßen sind befahrbar und die Luftfeuchtigkeit ist (im Süden) erträglicher.
Tierbeobachtungen (Norden): Januar bis März, wenn die Tiere die Wasserlöcher aufsuchen.
Wandern (Mount Cameroon): Dezember bis Februar (Sicherheit vor rutschigen Pfaden und bessere Sicht).
Wann nach Kamerun reisen?
Die ideale Zeit für eine Reise nach Kamerun liegt in der großen Trockenzeit zwischen November und Februar. In diesen Monaten ist die Luftfeuchtigkeit im tropischen Süden deutlich angenehmer und die Straßen im Landesinneren sind meist gut befahrbar, was besonders für Safaris in den Nationalparks wie dem Waza-Park entscheidend ist. Wer den Norden besuchen möchte, findet dort von Oktober bis März trockene Bedingungen vor, wobei es im März und April extrem heiß werden kann. Zu beachten ist jedoch der Harmattan-Wind, der zwischen Dezember und Februar feinen Wüstensand aus der Sahara heranträgt und die Sicht trüben kann. Die Regenzeit von Mai bis Oktober sollte eher gemieden werden, da heftige Niederschläge viele Pisten unpassierbar machen und die Luftfeuchtigkeit an der Küste sehr belastend sein kann.









