
Beste Reisezeit für Gabun
Gabun, das grüne Herz Afrikas, ist ein Land, in dem der Regenwald den Rhythmus des Lebens vorgibt und der Atlantik mit ungestümer Kraft gegen unberührte Ufer schlägt. Wer dieses Naturparadies betreten möchte, muss verstehen, dass sich die Jahreszeiten hier nicht nach der Temperatur, sondern nach dem Wechselspiel von Feuchtigkeit und Trockenheit richten. Die Suche nach der Antwort auf die Frage nach der besten Reisezeit für Gabun gleicht einer Expedition durch ein klimatisches Labyrinth, in dem jeder Monat seine ganz eigenen Schätze und Herausforderungen bereithält. Es ist eine Reise in ein Land, das keine klassischen Jahreszeiten kennt, sondern in einem ewigen Kreislauf aus tropischer Schwüle und erlösenden Trockenperioden atmet.
Das Erwachen der großen Dürre
Wenn wir den europäischen Sommer als Analogie heranziehen, finden wir in den Monaten Juni bis August das, was viele Reisende als die angenehmste Phase empfinden. In dieser „großen Trockenzeit“ legt sich ein schützender Schleier aus Wolken über das Land, der die brennende Äquatorsonne dämpft und die Luftfeuchtigkeit auf ein erträgliches Maß sinkt. Es ist die Zeit, in der die Pfade im Dschungel begehbar werden und die Tiere des Waldes sich an den schwindenden Wasserlöchern versammeln. Wer die majestätischen Buckelwale beobachten möchte, die vor der Küste Gabuns ihre Kälber zur Welt bringen, sollte genau diesen Zeitraum wählen, da das kühle, nährstoffreiche Wasser des Benguelastroms die sanften Riesen magisch anzieht.
Der tanzende Regen des Äquators
Sobald der September anbricht, beginnt eine Phase, die man metaphorisch als den „Herbst“ bezeichnen könnte, obwohl in Gabun nun alles zu blühen und zu grünen beginnt. Die kleine Regenzeit setzt ein und bringt kurze, heftige Schauer, die die Staubschichten der Trockenperiode fortwaschen. Diese Zeit ist geprägt von einer unglaublichen atmosphärischen Elektrizität. Die Gewitter reinigen die Luft und lassen die Farben des Regenwaldes in einer Intensität leuchten, die fast surreal wirkt. Für Fotografen bietet dieses Licht, das oft unmittelbar nach einem Guss durch die Wolken bricht, eine dramatische Kulisse, die die tiefe Seele Zentralafrikas einfängt.
Die Glut der kurzen Stille
Wenn das Jahr sich dem Ende neigt und in Europa der Winter einkehrt, erlebt Gabun im Dezember und Januar die „kleine Trockenzeit“. Es ist eine kurze, hitzige Atempause, in der die Sonne mit voller Kraft vom Zenit brennt. Die Feuchtigkeit bleibt zwar spürbar, doch die Regenwolken verziehen sich für einige Wochen. Dies ist der Moment der Wanderer und Entdecker. Die Elefanten und Gorillas streifen nun oft bis an die Strände des Loango-Nationalparks, um im salzigen Sand nach Mineralien zu suchen oder einfach nur die Meeresbrise zu genießen. Es ist die Zeit der weiten Sichtweiten und der ungehinderten Fortbewegung durch ein Land, das sonst oft im Schlamm versinkt.
Die Flut der himmlischen Wasser
Der „Frühling“ Gabuns, die Monate Februar bis Mai, markiert die große Regenzeit und stellt die wohl intensivste Erfahrung für jeden Besucher dar. In dieser Zeit öffnet der Himmel seine Schleusen mit einer Gewalt, die den Boden erzittern lässt. Die Flüsse schwellen an, die Lagunen treten über ihre Ufer und der Urwald verwandelt sich in ein dampfendes, undurchdringliches Smaragdgrün. Während das Reisen in dieser Phase logistisch zu einer echten Geduldsprobe werden kann, belohnt die Natur den Unerschrockenen mit einer unglaublichen Vitalität. Es ist die Hochsaison für Orchideenliebhaber und Vogelliebhaber, da das Leben in jeder Nische des Waldes in einer schieren Explosion der Fruchtbarkeit explodiert.
Beste Reisezeit für Gabun - Ein Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es die eine, universell gültige beste Reisezeit für Gabun kaum gibt, da sie stark von den persönlichen Sehnsüchten abhängt. Wer jedoch die ideale Balance zwischen Tiersichtungen, angenehmen Temperaturen und stabiler Logistik sucht, wird in der großen Trockenzeit von Juni bis August sein Paradies finden. Gabun bleibt jedoch zu jeder Zeit ein Ziel für jene, die bereit sind, sich dem Diktat der Elemente unterzuordnen und die wilde, ungezähmte Schönheit des afrikanischen Kontinents in ihrer reinsten Form zu erleben.
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Beste Reisezeit für Gabun in Stichpunkten
Gabun ist ein Land mit tropischem Klima, das sich durch hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit auszeichnet. Daher ist die Wahl der optimalen Reisezeit entscheidend für ein angenehmes Reiseerlebnis. Hier sind einige wichtige Punkte, die bei der Planung einer Reise nach Gabun berücksichtigt werden sollten:
Trockenzeit (Juni bis September):
Dies gilt allgemein als die beste Reisezeit für Gabun.
In diesen Monaten ist die Luftfeuchtigkeit geringer, und es gibt weniger Niederschlag.
Die Temperaturen sind angenehm warm, aber nicht extrem heiß.
Diese Zeit eignet sich hervorragend für Outdoor-Aktivitäten, Safaris und die Erkundung der Nationalparks.
Zudem ist diese Zeit optimal zur Walbeobachtung an der Küste Gabuns.
Kurze Trockenzeit (Dezember und Januar):
Auch diese Monate bieten relativ trockenes Wetter und sind daher gut für Reisen geeignet.
Besonders interessant ist diese Zeit für Naturfreunde, da in dieser Zeit die Eiablage der Schildkröten an den Küsten stattfindet.
Regenzeit (Oktober bis Mai):
In dieser Zeit muss mit starken Regenfällen und hoher Luftfeuchtigkeit gerechnet werden.
Einige Gebiete können aufgrund von Überschwemmungen schwer zugänglich sein.
Reisen in der Regenzeit erfordern eine sorgfältige Planung und Vorbereitung.
Besondere Überlegungen:
Tierbeobachtung: Die beste Zeit für Walbeobachtungen ist von Juli bis Oktober. Für die Beobachtung von Schildkröten bei der Eiablage sollte man den Jahreswechsel einplanen.
Nationalparks: Die Trockenzeit ist ideal, um die Nationalparks Gabuns zu erkunden, da die Wege besser begehbar sind und die Tierbeobachtung erleichtert wird.
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Klimatabelle Gabun
Gabun liegt direkt am Äquator und hat ein klassisches tropisch-feuchtes Klima. Im Gegensatz zu Sambia gibt es hier keine echte "kühle" Zeit, sondern es ist das ganze Jahr über heiß und die Luftfeuchtigkeit ist mit oft über 80 % extrem hoch.
Hier ist die Übersicht der klimatischen Bedingungen (basierend auf der Region Libreville):
Monat | Max. Temp. | Min. Temp. | Sonnenstd./Tag | Regentage |
Januar | 30°C | 23°C | 5 | 11 |
Februar | 30°C | 23°C | 5 | 13 |
März | 30°C | 23°C | 5 | 17 |
April | 30°C | 23°C | 5 | 16 |
Mai | 29°C | 23°C | 4 | 12 |
Juni | 27°C | 22°C | 3 | 2 |
Juli | 26°C | 21°C | 3 | 1 |
August | 27°C | 21°C | 2 | 3 |
September | 28°C | 22°C | 2 | 11 |
Oktober | 29°C | 23°C | 3 | 23 |
November | 29°C | 23°C | 4 | 20 |
Dezember | 29°C | 23°C | 4 | 15 |
Die vier Jahreszeiten in Gabun
Man unterteilt das Jahr in Gabun meist in vier Phasen:
Große Trockenzeit (Juni bis August): Die "kühlste" Zeit (immer noch ca. 26°C). Es regnet fast nie, aber der Himmel ist oft bewölkt oder neblig. Die Luftfeuchtigkeit sinkt leicht, was das Klima erträglicher macht.
Kleine Regenzeit (September bis Mitte Dezember): Die Niederschläge nehmen stark zu, oft in Form von heftigen Nachmittags- oder Abendgewittern. Der Oktober und November sind meist die regenreichsten Monate.
Kleine Trockenzeit (Mitte Dezember bis Januar): Ein kurzer Rückgang der Niederschläge. Die Sonne zeigt sich öfter und der Himmel ist klarer als in der großen Trockenzeit.
Große Regenzeit (Februar bis Mai): Die heißeste Phase des Jahres mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit und extremen Regenfällen (vor allem im März und April).
Besondere Highlights & Reisezeit
Beste Reisezeit: Juni bis September (wenig Regen, gut für Trekking und Safaris).
Walbeobachtung: Juli bis September (Buckelwale vor der Küste).
Schildkröten: November bis Januar (Eiablage der Lederschildkröten an den Stränden).
Surfende Flusspferde: In der Regenzeit (November bis April) sieht man im Loango-Nationalpark am ehesten die berühmten Flusspferde und Elefanten direkt am Strand.
Wichtiger Hinweis: Die Niederschlagsmengen in Gabun sind enorm (bis zu 3.000 mm pro Jahr an der Küste). Während der Regenzeiten können viele Pisten im Landesinneren unpassierbar werden.
Wann nach Gabun reisen?
Die ideale Zeit für eine Reise nach Gabun liegt in der großen Trockenzeit zwischen Juni und September, da das gemäßigtere Klima und die geringen Niederschläge das Reisen auf den oft unbefestigten Straßen deutlich erleichtern. In diesen Monaten sinkt die Luftfeuchtigkeit dank der Passatwinde auf ein angenehmeres Niveau, und Tierbeobachtungen in den Nationalparks sind besonders ergiebig, da sich Elefanten, Büffel und Primaten an den verbliebenen Wasserstellen sammeln. Zudem bietet dieser Zeitraum die seltene Gelegenheit, Buckelwale vor der Küste zu sichten.
Eine gute Alternative stellt die kleine Trockenzeit von Mitte Dezember bis Januar dar. Diese Phase eignet sich hervorragend, um die berühmten „surfenden Flusspferde“ oder Elefanten direkt an den Stränden des Loango-Nationalparks zu erleben. Außerdem ist dies die Hauptsaison für die Eiablage der Meeresschildkröten, die in diesen Monaten in großer Zahl an die Küsten kommen. Während der beiden Regenzeiten von Februar bis Mai sowie von Oktober bis November ist das Vorankommen im Land hingegen schwierig, auch wenn die Natur dann in einem besonders kräftigen Grün erstrahlt.









