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Datendiebstahl in Brasilien: Alles über aktuelle Risiken und effektive Prävention

  • Autorenbild: Florian
    Florian
  • vor 3 Tagen
  • 10 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Stadtblick bei Sonnenuntergang, violetter Himmel, Text: Datendiebstahl in Brasilien. Stimmung mysteriös und nachdenklich.

Brasilien hat sich in den letzten Jahren zu einem der dynamischsten digitalen Märkte der Welt entwickelt, angetrieben durch eine enorme Smartphone-Dichte und eine Bevölkerung, die soziale Medien sowie digitales Banking überdurchschnittlich intensiv nutzt. Diese rasante Transformation der Infrastruktur und des Alltags hat jedoch eine gefährliche Flanke geöffnet, da die regulatorischen Sicherheitsmaßnahmen und das allgemeine Cybersicherheitsbewusstsein oft nicht mit dem Tempo der technologischen Einführung Schritt halten konnten. Für Hacker stellt das Land daher ein besonders attraktives Ziel dar, da die Kombination aus einer riesigen Angriffsfläche, hohen potenziellen Beutesummen im Finanzsektor und einer historisch gewachsenen, aktiven lokalen Cybercrime-Szene eine lukrative Umgebung für komplexe Angriffe bietet.


Inhalt:



Die aktuelle Bedrohungslage: Warum Brasilien im Fokus steht


Brasilien steht beim Datendiebstahl an Touristen derzeit besonders im Fokus, da das Land eine massive digitale Transformation bei gleichzeitig hoher Kriminalitätsrate im Bereich der Cyber-Finanzkriminalität durchläuft. Ein Hauptgrund ist die weite Verbreitung des kontaktlosen Bezahlens und des Sofortzahlungssystems Pix, was Kriminelle dazu veranlasst, verstärkt manipulierte Bezahlterminals (Card-Skimming) und gefälschte WLAN-Netzwerke in touristischen Hotspots einzusetzen. Zudem nutzen Angreifer zunehmend KI-gestütztes Phishing und Social Engineering, um Reisende bereits vor oder während ihres Aufenthalts über täuschend echte Buchungsportale oder Identitätsdiebstahl um ihre Kreditkartendaten und persönlichen Informationen zu bringen. Die Kombination aus einem boomenden Tourismussektor im Jahr 2026 und hochspezialisierten lokalen Hacker-Gruppen, die internationale Sicherheitsstandards gezielt umgehen, macht das Land aktuell zu einem Hochrisikogebiet für digitale Sicherheit.



Statistiken zu Ransomware und Phishing


Brasilien hat sich in den letzten Jahren zu einem globalen Hotspot für Cyberkriminalität entwickelt, wobei das Land laut aktuellen Analysen für 2025 etwa 30 % aller regionalen Phishing- und Malware-Aktivitäten in Lateinamerika verzeichnet. Touristen geraten dabei besonders häufig über täuschend echte Phishing-Kampagnen ins Visier, die oft gefälschte Buchungsbestätigungen, Regierungsportale oder sogar KI-generierte Entschädigungsangebote für angebliche Datenlecks nutzen.

In den Jahren 2024 und 2025 ist die Zahl der Ransomware-Vorfälle in der Region um über 78 % gestiegen, wobei Brasilien weltweit zeitweise auf Rang vier der am stärksten betroffenen Länder lag. Während Ransomware primär die IT-Infrastruktur von Tourismusanbietern und Versicherungen lahmlegt, um Lösegelder zu erpressen, zielt Phishing direkt auf die persönlichen Daten der Reisenden ab. Statistiken zeigen, dass fast ein Viertel der brasilianischen Bevölkerung über 16 Jahren bereits Opfer digitaler Betrugsmaschen wie Kreditkartencloning oder manipulierter Bankzugänge wurde, was auch internationale Besucher durch die Nutzung lokaler Netzwerke und Dienste gefährdet. Die Bedrohung wird durch den massiven Handel mit gestohlenen Identitätsdaten und Browser-Cookies im Darknet verschärft, wo Brasilien mit Milliarden gefundener Datensätze eine führende Rolle einnimmt.


Zwei Bücher mit dem Titel Der Weltreise-Fahrplan auf dunkelblauem Hintergrund. Text: "Der Weltreise-Fahrplan! Jetzt bestellen auf AMAZON!"

Bekannte Leaks (z.B. Pix-Daten oder Regierungsdatenbanken)


Bei Datendiebstahl gegen Touristen in Brasilien spielen bekannte Leaks eine zentrale Rolle, da Kriminelle oft auf umfangreiche Datenbanken wie die sogenannten Pix-Daten oder kompromittierte Regierungsregister zugreifen, um ihre Opfer gezielt zu manipulieren. Durch die Verknüpfung von gestohlenen Smartphones mit Informationen aus diesen Leaks, die häufig die Steuernummer CPF, vollständige Namen und verknüpfte Bankkonten enthalten, können Täter Identitätsdiebstahl in Echtzeit begehen oder Angehörige mit präzisen Details für Erpressungsversuche kontaktieren. Besonders das weitverbreitete Pix-Zahlungssystem ist aufgrund seiner Schnelligkeit ein Primärziel, wobei geleakte Daten dazu dienen, Sicherheitsbarrieren durch Social Engineering zu umgehen und innerhalb von Sekunden illegale Transaktionen zu autorisieren, während das Opfer noch unter dem Schock des physischen Raubüberfalls steht.


Kreditkarten mit Zahlenschloss liegen auf einer Computertastatur. Die blaue Karte zeigt eine Weltkarte. Sicherheit und Datenschutz. Datendiebstahl in Brasilien


Prävention: So schützen Sie Ihre Daten in Brasilien


Die Sicherheit Ihrer digitalen Daten in Brasilien erfordert eine proaktive Kombination aus technischer Vorsorge und diskretem Verhalten im öffentlichen Raum. Ein effektiver Schutz beginnt bereits vor der Reise mit der Verschlüsselung sämtlicher Endgeräte und der Einrichtung von Remote-Wipe-Funktionen, um Daten im Verlustfall aus der Ferne löschen zu können. Nutzen Sie konsequent die Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle kritischen Konten und verzichten Sie in Cafés oder an Flughäfen auf ungesicherte öffentliche WLAN-Netzwerke, indem Sie stattdessen eine lokale eSIM oder ein vertrauenswürdiges VPN verwenden. Um physischen Diebstahl und das anschließende Ausspähen von Passwörtern zu verhindern, sollten Sie Ihr Smartphone in der Öffentlichkeit nur sehr sparsam und niemals in der Nähe von Straßenkreuzungen oder offenen Autofenstern verwenden. Es empfiehlt sich zudem, sensible Banking-Apps auf einem Zweitgerät zu Hause zu lassen oder diese durch zusätzliche Sicherheitsbarrieren wie App-Sperren zu schützen, damit Kriminelle selbst bei einem erzwungenen Zugriff auf das entsperrte Telefon keinen Zugriff auf Ihre Finanzen erhalten.



Technische Maßnahmen (Verschlüsselung, MFA, VPN)


Um sich gegen die wachsende Professionalisierung brasilianischer Hackergruppen zu wehren, bilden technische Barrieren die erste Verteidigungslinie.

  • Verschlüsselung: Angesichts der LGPD ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht mehr optional. Daten müssen sowohl im Ruhezustand (Data at Rest) als auch während der Übertragung (Data in Transit) unlesbar gemacht werden, damit sie bei einem Abfluss für Diebe wertlos bleiben.

  • Multi-Faktor-Authentisierung (MFA): Da gestohlene Zugangsdaten auf brasilianischen Darknet-Marktplätzen boomen, ist MFA der effektivste Schutz. Selbst wenn Passwörter durch Phishing kompromittiert werden, verhindert der zweite Faktor den unbefugten Zugriff.

  • VPN (Virtual Private Networks): In einer Arbeitskultur, die stark auf Remote-Work setzt, sichern verschlüsselte Tunnel die Kommunikation zwischen Home-Office und Unternehmensnetzwerk ab und verhindern „Man-in-the-Middle“-Angriffe in unsicheren öffentlichen Netzwerken. Hier solltest man eine e-sim mit VPN in betracht ziehen. Yesim bietet dies an.


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Menschlicher Faktor: Mitarbeiterschulungen gegen Social Engineering


In Brasilien ist Social Engineering – insbesondere über WhatsApp und Telefonanrufe – eine der häufigsten Methoden für Datendiebstahl. Die Technik kann noch so sicher sein; wenn ein Mitarbeiter manipuliert wird, öffnet er das digitale Tor von innen.

Regelmäßige Schulungen müssen über die reine Theorie hinausgehen und simulierte Phishing-Kampagnen beinhalten. Mitarbeiter müssen lernen, die Anzeichen von Baiting oder Pretexting zu erkennen. Ziel ist es, eine „Security-First“-Kultur zu etablieren, in der Skepsis gegenüber ungewöhnlichen Anfragen (z. B. dringende Überweisungen oder Passwortabfragen) belohnt wird, statt blindem Gehorsam gegenüber vermeintlichen Vorgesetzten den Vorzug zu geben.



Cloud-Sicherheit und lokale Server-Resilienz


Die Wahl zwischen Cloud und lokalen Servern ist in Brasilien oft eine Frage der Latenz und der Souveränität.

  • Cloud-Sicherheit: Viele Unternehmen migrieren zu Anbietern wie AWS oder Azure, die Rechenzentren in der Region São Paulo betreiben. Hier liegt der Fokus auf dem „Shared Responsibility“-Modell: Der Anbieter sichert die Infrastruktur, das Unternehmen muss jedoch die Fehlkonfiguration von Cloud-Speichern (S3-Buckets etc.) vermeiden, was eine der Hauptursachen für Datenlecks ist.

  • Lokale Resilienz: Für kritische Infrastrukturen bleiben lokale Server relevant. Resilienz bedeutet hier nicht nur Schutz vor Diebstahl, sondern auch vor physischen Ausfällen. Strategien wie Air-Gapping (physische Trennung von Backups vom Internet) und die Implementierung von Immutable Backups (unveränderbare Datensicherungen) sorgen dafür, dass Daten nach einer Ransomware-Attacke schnell wiederhergestellt werden können, ohne Lösegeld zu zahlen.


Hand zieht goldene Kreditkarte aus schwarzem Kartenlesegerät auf einem Tisch. Hintergrund unscharf. Gerät mit bunten Tasten und Display. Datendiebstahl in Brasilien


Checkliste: Was tun im Falle eines Datendiebstahls?


Ein Datendiebstahl oder der Verlust des Smartphones im Urlaub ist extrem stressig – besonders in einem Land wie Brasilien, wo digitales Banking und Apps (wie Pix) allgegenwärtig sind.


Hier ist deine Sofort-Checkliste, um den Schaden zu begrenzen und sicher durch die Bürokratie zu kommen:



1. Sofortmaßnahmen (Die "Goldene Stunde")


Handel so schnell wie möglich, idealerweise über das Gerät einer Vertrauensperson oder ein Hotel-Tablet:

  • Geräte sperren: Nutze „Mein iPhone suchen“ (Apple) oder „Mein Gerät finden“ (Android). Lösche die Daten aus der Ferne, falls das Gerät dauerhaft weg ist.

  • SIM-Karte sperren: Rufe deinen Mobilfunkanbieter an. In Brasilien ist die SIM-Karte oft das Tor zu 2-Faktor-Authentifizierungen.

  • Banking & Kreditkarten: Sperre alle Apps und Karten.

    • Zentrale Sperrnummer (Deutschland): +49 116 116.

  • Passwörter ändern: Priorisiere E-Mail-Accounts (da hier Passwort-Resets ankommen), Google/Apple-ID und Social Media.



2. Die brasilianische Bürokratie: Das "Boletim de Ocorrência" (B.O.)


In Brasilien ist eine polizeiliche Anzeige (B.O.) essenziell für Versicherungen und den Passersatz.

  • Delegacia do Turista (DEAT): In Großstädten wie Rio oder São Paulo gibt es spezielle Touristenpolizeistationen. Das Personal spricht dort meist Englisch.

  • Online-Anzeige: Viele Bundesstaaten (z. B. São Paulo oder Rio) bieten eine Delegacia Eletrônica an. Du kannst den Raub/Verlust online melden und das Dokument ausdrucken.

  • Wichtig: Achte darauf, dass alle gestohlenen Gegenstände (Smartphone-Seriennummer/IMEI, Kreditkarten, Ausweise) detailliert aufgelistet sind.


Schwarzes Banner mit "AURAS Insurance", Text "Travel Health Insurance", Flugzeugsymbol, Bewertung 4,9-5,0 Sterne, Kaufsymbol und Weltkugel.

3. Dokumente & Botschaft (Falls der Pass weg ist)


Sollte auch dein Reisepass gestohlen worden sein:

  • Kontakt zur Vertretung: Kontaktiere das nächste deutsche Konsulat oder die Botschaft (Brasília, Rio, São Paulo, Porto Alegre, Recife).

  • Notpass: Du erhältst dort einen „Reiseausweis zur Rückkehr nach Deutschland“.

  • Was du brauchst: Das B.O. (Polizeibericht), Passfotos und (idealerweise) eine Kopie des alten Passes/Personalausweises.



4. Sicherheitstipps für die restliche Reise


In Brasilien ist „Saque Aniversário“ oder der Missbrauch von Finanz-Apps ein reales Risiko.

  • Pix-Limits: Falls du brasilianische Apps nutzt, setze deine Pix-Limits sofort auf Null.

  • Zwei-Faktor-Backup: Wenn dein Handy weg ist, kommst du oft nicht mehr in deine Accounts, weil die SMS an die gesperrte SIM geht. Versuche, Backup-Codes zu nutzen, die du hoffentlich in der Cloud oder physisch gespeichert hast.



Wichtige Kontakte im Überblick

Institution

Kontakt / Info

Sperr-Notruf (DE)

+49 116 116

Notruf Brasilien

190 (Polizei) / 192 (Ambulanz)

Auswärtiges Amt

DEAT Rio de Janeiro

Av. Afrânio de Melo Franco, 159 (Leblon)

Ein kleiner Rat: Atme tief durch. Die Brasilianer sind in der Regel sehr hilfsbereit. Frag in deinem Hotel nach Unterstützung beim Telefonieren mit lokalen Behörden, da Sprachbarrieren bei der normalen Polizei (Polícia Militar) oft die größte Hürde sind.

RFID Schutz Braune Ledergeldbörse voller Kreditkarten und Geldscheine in hinterer Hosentasche einer cremefarbenen Hose mit braunem Gürtel. Datendiebstahl in Brasilien


RFID-Schutz in Brasilien: Was Touristen wirklich brauchen


Brasilien ist ein Land, in dem digitale Zahlungsmethoden (besonders Pix und kontaktlose Kreditkarten) extrem weit verbreitet sind. Das macht das Thema Datendiebstahl für Touristen relevant, aber man muss hier zwischen echtem Risiko und gutem Marketing der Zubehörindustrie unterscheiden.


Hier ist ein Guide, was für deine Reise wirklich nützlich ist und was du dir sparen kannst:



🛡️ Was nützlich ist


Es ist technisch möglich, dass Diebe im Vorbeigehen mit einem Lesegerät (oder einem modifizierten Smartphone) die Daten deiner Kreditkarte auslesen ("Skimming").

  • Warum es hilft: Ein einfacher RFID-Blocker unterbricht das Signal.

  • Empfehlung: Du musst kein teures High-Tech-Portemonnaie kaufen. Einfache RFID-Schutzhüllen aus beschichtetem Papier oder Kunststoff für einzelne Karten reichen völlig aus.


2. Die "Zwei-Karten-Strategie" (Wichtiger als RFID!)

In Brasilien ist physischer Diebstahl (Raub oder Taschendiebstahl) ein größeres Risiko als das kontaktlose Auslesen von Daten.

  • Nützlich: Trage eine Karte im Geldbeutel für den täglichen Gebrauch (mit geringem Limit) und verstecke eine Backup-Karte (z.B. in einem Money Belt unter der Kleidung).

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3. Apps mit "Temporärer Sperre"

Die beste digitale Barriere ist kein Stück Stoff, sondern Software.

  • Nützlich: Nutze Banken (wie Revolut, Wise oder N26), bei denen du die Karte per App mit einem Klick sperren oder das kontaktlose Bezahlen deaktivieren kannst, solange du es nicht brauchst.


Zwei Bücher mit Titel "Der Weltreise-Fahrplan" vor schwarzem Hintergrund. Text: "Jetzt bestellen auf AMAZON!" in Weiß.

🚫 Was eher unnötig ist


1. RFID-blockierende Rucksäcke

Es gibt Rucksäcke, bei denen das gesamte Material abgeschirmt ist.

  • Realität: Das ist oft Overkill. Diebe in brasilianischen Großstädten wie Rio oder São Paulo schneiden eher den Boden des Rucksacks auf oder reißen ihn dir weg, anstatt zu versuchen, Daten durch den dicken Stoff hindurch zu scannen. Ein normaler Rucksack, den du in Menschenmengen vorne trägst, ist effektiver.


2. Teure "Anti-Scan" Kleidung

Es gibt Jeans oder Jacken mit eingenähtem RFID-Schutz in den Taschen.

  • Realität: Unnötig teuer. Eine 2-Euro-Schutzhülle für deine Karte bietet denselben Schutz.



💡 Strategische Tipps für Brasilien

Um dich wirklich vor finanziellem Schaden zu schützen, solltest du diese Punkte beachten:

Risiko

Schutzmaßnahme

Kontaktloses Skimming

Einfache RFID-Hülle nutzen.

Physischer Diebstahl

Money Belt* (Bauchgurt) unter der Hose tragen; nur wenig Bargeld im Portemonnaie.

Karten-Klonen

Bezahlvorgänge nie aus den Augen lassen. In Brasilien bringen Kellner das Gerät ("Maquininha") immer an den Tisch. Gib deine Karte niemals ab.

Handyraub

Nutze eine eSIM und aktiviere "Find my Phone". Wichtige Banking-Apps mit zusätzlichem Passwort/Biometrie sichern.

Fazit: Ein RFID-Schutz ist eine günstige und sinnvolle Ergänzung für die Reisekasse, aber er sollte dich nicht in falscher Sicherheit wiegen. In Brasilien ist die Aufmerksamkeit gegenüber deiner physischen Umgebung und die Nutzung von Sperrfunktionen in deiner Banking-App deutlich wichtiger für deine Sicherheit.


Blick auf Copacabana-Strand mit blauen Ozean, umgeben von Bergen. Menschen spazieren, brasilianische Flagge weht. Sonniger Tag. Reiseziel Rio de Janeiro, Brasilien
Reiseziel Rio de Janeiro, Brasilien

Fazit: Cybersicherheit als Wettbewerbsvorteil


Das Thema Cybersicherheit ist in Brasilien besonders brisant, da das Land regelmäßig Spitzenplätze in globalen Statistiken für Cyberkriminalität (insbesondere Banking-Trojaner und Phishing) einnimmt. Wenn Sie Cybersicherheit als Wettbewerbsvorteil betrachten – sei es für ein Unternehmen oder als persönlichen Schutzfaktor –, transformieren Sie ein Risiko in Stabilität.


Hier ist ein Fazit, das die Brücke zwischen dem Schutz vor Datendiebstahl in Brasilien und dem strategischen Vorteil schlägt:



1. Vertrauen als härteste Währung


In einem Umfeld, in dem digitale Kriminalität zum Alltag gehört, ist Sicherheit kein technisches Feature mehr, sondern ein Qualitätsversprechen.

  • Für Unternehmen: Kunden wählen den Dienstleister, der ihre Daten in unsicheren Netzen (wie öffentlichen WLANs in Rio oder São Paulo) schützt.

  • Für Touristen: Wer proaktiv Sicherheitsmaßnahmen ergreift, minimiert das Risiko eines Totalausfalls (finanziell und organisatorisch) und bleibt handlungsfähig.



2. Die Kosten der Reaktivität vs. Proaktivität


Ein Datendiebstahl in Brasilien ist oft mit physischer Kriminalität verknüpft (z. B. "Quick Kidnappings", um Banking-Apps zu entsperren). Cybersicherheit als Wettbewerbsvorteil bedeutet hier:

  • Resilienz: Durch Techniken wie Geofencing (Banking-Apps funktionieren nur in bestimmten Zonen) oder eSIMs* (die nicht physisch entfernt werden können) sind Sie Angreifern einen Schritt voraus.

  • Effizienz: Während andere nach einem Diebstahl Wochen mit der Sperrung von Konten verbringen, ermöglicht ein proaktives Setup die sofortige Fernlöschung und Wiederherstellung der digitalen Identität.



Strategische Maßnahmen (Checkliste für Brasilien)

Maßnahme

Vorteil / Schutzwirkung

Virtual Private Network (VPN)

Schützt Datenverkehr in ungesicherten Hotel- oder Café-WLANs.

Zweit-Smartphone ("Boiler Phone")

Enthält keine sensiblen Banking-Apps; wird bei Raubüberfällen ausgehändigt.

Hardware-Token (YubiKey)

Macht Phishing-Angriffe zwecklos, da der physische Schlüssel fehlt.

App-Verschlüsselung

Versteckt sensible Apps hinter zusätzlichen Biometrie-Hürden.

Wichtiger Hinweis: In Brasilien ist die physische Sicherheit untrennbar mit der Cybersicherheit verbunden. Ein Wettbewerbsvorteil entsteht hier durch die Kombination aus digitaler Vorsorge und lokalem Bewusstsein (Malícia).


Datendiebstahl in Brasilien - Das Fazit

Cybersicherheit ist in Hochrisikogebieten kein Kostenfaktor, sondern eine Enabling Technology. Sie ermöglicht es, die Chancen der Digitalisierung und des globalen Reisens zu nutzen, ohne durch existenzbedrohende Datenverluste ausgebremst zu werden. Wer Sicherheit beherrscht, gewinnt die Freiheit, sich auf sein Kerngeschäft oder sein Reiseerlebnis zu konzentrieren.



Reiseziele in Brasilien


Aktivitäten in Brasilien könnt ihr hier finden und buchen:



Flüge nach Brasilien findest du hier:



FAQ: Datendiebstahl und Cybersicherheit in Brasilien


1. Wie verbreitet ist Datendiebstahl in Brasilien?

Brasilien gehört weltweit zu den am stärksten von Cyberkriminalität betroffenen Ländern. Aufgrund der rasanten Digitalisierung und der flächendeckenden Nutzung von Online-Banking und sozialen Medien ist das Land ein Hauptziel für Ransomware-Angriffe und großflächigen Identitätsdiebstahl.

2. Welches Gesetz schützt meine Daten in Brasilien?

Das zentrale Gesetz ist die LGPD (Lei Geral de Proteção de Dados). Sie ist das brasilianische Pendant zur europäischen DSGVO und regelt, wie Unternehmen personenbezogene Daten sammeln, speichern und verarbeiten dürfen. Bei Verstößen drohen Firmen empfindliche Bußgelder.

3. Was ist die häufigste Methode für Datendiebstahl in Brasilien?

Besonders verbreitet ist Phishing, oft über WhatsApp oder gefälschte E-Mails (Boleto-Betrug). Dabei werden Nutzer dazu verleitet, Anmeldedaten preiszugeben oder Schadsoftware zu installieren, die Finanzinformationen abgreift.

4. Werden Behörden oder private Unternehmen öfter angegriffen?

Beide Sektoren sind stark gefährdet. In den letzten Jahren gab es massive Datenlecks bei Regierungsbehörden (z. B. dem Gesundheitsministerium), aber auch große Einzelhändler und Finanzinstitute sind regelmäßig Ziel von Hackerangriffen, bei denen Millionen von Kundendaten im Darknet landen.

5. Was sollte ich tun, wenn meine Daten in Brasilien gestohlen wurden?

  • Passwörter ändern: Sofort alle Zugänge für betroffene Konten aktualisieren.

  • Behörden informieren: Erstatte eine Online-Anzeige bei der Zivilpolizei (Boletim de Ocorrência).

  • Banken sperren: Informiere deine Bank, um unbefugte Transaktionen zu verhindern.

  • ANPD kontaktieren: Melde den Vorfall der nationalen Datenschutzbehörde (Autoridade Nacional de Proteção de Dados).

6. Wie sicher ist das Bezahlsystem PIX in Bezug auf Datendiebstahl?

PIX ist technisch sicher, hat aber eine neue Form des "physischen" Datendiebstahls begünstigt: den sogenannten „Blitz-Raub“, bei dem Opfer gezwungen werden, per App Geld zu überweisen. Technischer Datendiebstahl erfolgt hier meist über manipulierte Apps oder Social Engineering.

7. Können Ausländer bei Datendiebstahl in Brasilien die LGPD nutzen?

Ja. Die LGPD gilt für alle Datenverarbeitungen, die in Brasilien stattfinden oder Personen betreffen, die sich zum Zeitpunkt der Datenerhebung in Brasilien aufhalten – unabhängig von deren Staatsangehörigkeit.




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