
Optimale Reisezeit Irland
Irland, die sagenumwobene „Grüne Insel“, entzieht sich dem Konzept einer einzigen perfekten Reisezeit. Wer dieses Land besucht, stellt schnell fest, dass Wetter hier kein stabiler Zustand ist, sondern eine lebendige Erzählung. Das milde, ozeanische Klima sorgt dafür, dass die Temperaturen selten in extreme Bereiche vordringen, was Irland zu einem ganzjährigen Ziel für Entdecker macht. Doch jede Phase des Jahres malt ein völlig anderes Bild der Landschaft und bringt ihren eigenen Rhythmus mit sich, der mal von der Stille nebliger Moore, mal vom Trubel sonnengetränkter Küstenorte geprägt ist. Um die optimale Zeit für die persönliche Sehnsucht nach Irland zu finden, lohnt ein Blick auf das Wechselspiel der Gezeiten und das Erwachen der Natur.
Das Erwachen der smaragdgrünen Welt
Wenn die ersten Narzissen die Wiesen in ein leuchtendes Gelb tauchen und die neugeborenen Lämmer auf den Hügeln von Kerry und Galway ihre ersten Sprünge wagen, zeigt sich Irland von seiner unschuldigsten Seite. Der Frühling, insbesondere die Monate April und Mai, gilt unter Kennern als heimlicher Favorit. Es ist die Zeit, in der die Natur mit einer fast greifbaren Energie explodiert und die Gärten des Landes in voller Blüte stehen. Die Tage werden spürbar länger, und statistisch gesehen ist die Regenwahrscheinlichkeit in diesen Monaten oft geringer als im Hochsommer. Wer den St. Patrick’s Day im März miterlebt, taucht zudem in ein Meer aus Grün und Lebensfreude ein, bevor die großen Touristenströme das Land erreichen. Es herrscht eine Aufbruchstimmung, die perfekt für Wanderungen in den Wicklow Mountains oder Entdeckungstouren entlang des Wild Atlantic Way ist.

Das Fest des ewigen Abends
Sobald der Sommer Einzug hält, verwandelt sich die Insel in eine Bühne für endlose Dämmerstunden. Im Juni, Juli und August sinkt die Sonne erst spät hinter den Horizont, was Reisenden bis zu 17 Stunden Tageslicht schenkt – ideal, um nach einem langen Roadtrip noch spät am Abend die Cliffs of Moher in ein sanftes Orange getaucht zu sehen. Die Temperaturen sind nun am angenehmsten und laden zu Küstenwanderungen oder sogar einem erfrischenden Bad im Atlantik ein. Dies ist allerdings auch die Zeit, in der Irland am lebhaftesten ist; die Pubs sind gefüllt mit Musik, die Festivalsaison erreicht ihren Höhepunkt und die Straßen der Städte pulsieren. Wer die Geselligkeit liebt und das Beste aus den langen Tagen herausholen möchte, findet im Sommer sein Glück, sollte jedoch die beliebtesten Sehenswürdigkeiten mit vielen anderen Reisenden teilen wollen.
Der goldene Schleier über dem Hochmoor
Mit dem September beginnt eine Phase der Ruhe und der tiefen Farben. Der Herbst in Irland ist eine dramatische Angelegenheit, wenn der Ginster und das Heidekraut die kargen Landschaften von Connemara in Violett und Gold hüllen. Das Licht wird weicher und bietet Fotografen eine Kulisse, die im harten Mittagslicht des Sommers verborgen bleibt. Ein großer Vorteil dieser Zeit ist die Rückkehr der Stille; die großen Reisebusse werden seltener, und in den Unterkünften findet man wieder leichter einen Platz am Kamin. Die Luft ist oft noch mild, was den Oktober zu einem Geheimtipp für Wanderer macht, die die klare, kühle Brise des Ozeans schätzen. Es ist die Zeit der Erntefestivals und der gemütlichen Abende, an denen man das echte, unverfälschte Irland abseits des Trubels kennenlernt.

Die Magie der rauen Brandung und brennenden Torffeuer
Wenn der Winter das Land in einen mystischen Nebel hüllt, offenbart sich die melancholische Schönheit der Insel. Auch wenn die Tage nun kurz sind und der Wind kräftiger über die Halbinseln peitscht, hat diese Zeit einen ganz eigenen Zauber. Es ist die Hochsaison der Gemütlichkeit, in der das prasselnde Torffeuer in den Pubs zum Mittelpunkt des sozialen Lebens wird. Wer sich warm einpackt, kann an der Westküste Zeuge der rohen Gewalt des Atlantiks werden, wenn meterhohe Wellen gegen die Klippen krachen. Der Winter ist zudem die günstigste Reisezeit und bietet die einmalige Gelegenheit, historische Stätten wie Newgrange fast für sich allein zu haben. In den klaren Nächten des hohen Nordens, etwa in Donegal, besteht zudem die Chance, das magische Tanzen der Polarlichter am irischen Himmel zu beobachten.
Fazit: Optimale Reisezeit für Irland
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die optimale Reisezeit für Irland von den individuellen Vorlieben abhängt. Wer mildes Wetter und blühende Landschaften bevorzugt, sollte im Frühling oder Herbst reisen. Wer lange Tage und lebendige Festivals erleben möchte, sollte den Sommer wählen. Und wer die gemütliche Atmosphäre und ruhige Erkundungen sucht, sollte den Winter in Betracht ziehen. Unabhängig von der Jahreszeit ist es ratsam, sich auf wechselhaftes Wetter einzustellen und regenfeste Kleidung einzupacken.
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Optimale Reisezeit für Irland in Stichpunkten
Irland, die "Grüne Insel", ist ein ganzjähriges Reiseziel, aber die optimale Reisezeit hängt stark von deinen persönlichen Vorlieben und den geplanten Aktivitäten ab. Hier ist ein Überblick, der dir bei der Entscheidung helfen kann:
Sommer (Juni bis August):
Vorteile:
Mildeste Temperaturen (durchschnittlich 15-20°C).
Längste Tage mit bis zu 18 Stunden Tageslicht.
Lebhafte Festivals und Veranstaltungen.
Ideales Wetter für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Radfahren und Küstenerkundungen.
Nachteile:
Höchste Touristenzahlen und somit überfüllte Sehenswürdigkeiten.
Höhere Preise für Unterkünfte und Flüge.
Regen ist immer noch möglich, auch im Sommer.
Übergangszeiten (Mai und September):
Vorteile:
Angenehme Temperaturen und weniger Touristen als im Sommer.
Natur in voller Blüte (Mai) oder mit herbstlichen Farben (September).
Gute Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten.
Nachteile:
Das Wetter kann unbeständig sein, mit häufigen Regenschauern.
Winter (November bis Februar):
Vorteile:
Weniger Touristen und niedrigere Preise.
Gemütliche Atmosphäre in Pubs mit traditioneller Musik.
Möglichkeit, die ruhige Seite Irlands zu erleben.
Nachteile:
Kühle und feuchte Temperaturen (durchschnittlich 5-8°C).
Kürzere Tage und weniger Tageslicht.
Einige Sehenswürdigkeiten und Attraktionen können geschlossen sein.
Zusätzliche Tipps:
Irland ist bekannt für sein wechselhaftes Wetter. Packe daher immer Regenkleidung und warme Kleidung ein, unabhängig von der Jahreszeit.
Wenn du Menschenmassen vermeiden möchtest, reise in der Nebensaison (Frühling oder Herbst).
Wenn du an bestimmten Festivals oder Veranstaltungen teilnehmen möchtest, informiere dich im Voraus über die Termine.
Fazit
Für einen klassischen Sommerurlaub mit Outdoor-Aktivitäten sind Juni bis August ideal.
Für eine ruhigere Reise mit angenehmen Temperaturen sind Mai und September empfehlenswert.
Für eine gemütliche Winterreise mit kulturellen Erlebnissen sind November bis Februar geeignet.

📊 Klimatabelle Irland
Irland ist bekannt für sein wechselhaftes Wetter – oft sagt man dort: „Wenn dir das Wetter nicht passt, warte einfach fünf Minuten.“ Das Klima ist gemäßigt-ozeanisch, geprägt durch den Golfstrom, was zu milden Wintern und kühlen Sommern führt.
Die folgenden Werte basieren auf langjährigen Mittelwerten für die gesamte Insel (regionale Unterschiede siehe unten).
Monat | Max. Temp. (°C) | Min. Temp. (°C) | Sonnenstunden/Tag | Regentage (ø) | Niederschlag (mm) |
Januar | 8 | 3 | 2 | 18 | 110 |
Februar | 8 | 3 | 3 | 14 | 80 |
März | 10 | 4 | 4 | 12 | 75 |
April | 12 | 5 | 5 | 11 | 65 |
Mai | 15 | 8 | 6 | 11 | 60 |
Juni | 18 | 10 | 6 | 11 | 65 |
Juli | 20 | 12 | 5 | 13 | 75 |
August | 19 | 12 | 5 | 14 | 85 |
September | 17 | 10 | 4 | 13 | 90 |
Oktober | 14 | 7 | 3 | 16 | 115 |
November | 10 | 5 | 2 | 17 | 110 |
Dezember | 8 | 3 | 1 | 18 | 120 |
☘️ Basic Infos zum Klima
Beste Reisezeit: Mai, Juni und September gelten als ideal. Der Mai ist oft der sonnigste Monat, während der September noch milde Temperaturen bei weniger Touristen bietet.
Temperaturen: Extreme Hitze über 25 °C oder strenger Frost unter -5 °C sind selten. Die Sommer sind mit ca. 18–20 °C angenehm mild, perfekt für Outdoor-Aktivitäten.
Regen: Es regnet oft, aber meist sind es kurze Schauer („Liquid Sunshine“). Der Westen (z. B. Galway, Kerry) ist deutlich regenreicher als der Osten (Dublin).
Wind: Besonders an der Westküste (Wild Atlantic Way) weht oft eine kräftige Brise. Eine wind- und wasserdichte Jacke gehört zu jeder Jahreszeit ins Gepäck.
Regionale Unterschiede im Vergleich
Region | Charakteristik | Besonderheit |
Ostküste (Dublin) | Trockener & sonniger | Deutlich weniger Regen als im Westen. |
Westküste (Galway) | Rau & wechselhaft | Hohe Niederschläge, spektakuläre Wolkenformationen. |
Südwesten (Kerry) | Mild & feucht | Dank Golfstrom wachsen hier teilweise subtropische Pflanzen. |

Wann nach Irland reisen?
Die ideale Zeit für eine Reise auf die Grüne Insel hängt stark von Ihren persönlichen Vorlieben ab, doch allgemein gelten die Monate Mai bis September als die attraktivste Reisephase. In diesem Zeitraum profitieren Sie von den längsten Tagen und den mildesten Temperaturen, die meist zwischen 15 und 20 Grad liegen. Während der Hochsommer im Juli und August die höchste Wahrscheinlichkeit für sonniges Wetter bietet, ist dies auch die geschäftigste Zeit mit den meisten Touristen. Wer es etwas ruhiger mag und dennoch stabiles Wetter sucht, findet im späten Frühjahr – besonders im Mai und Juni – sowie im September optimale Bedingungen für Wanderungen und Rundreisen, da die Natur in voller Blüte steht oder sich in herbstliche Farben taucht.
Besondere Highlights abseits des Sommers
Auch außerhalb der warmen Monate versprüht Irland einen ganz eigenen Charme, der eine Reise lohnenswert macht. Der März steht im Zeichen des St. Patrick’s Day, an dem das ganze Land in ein grünes Festivalmeer eintaucht, wobei man hier mit typisch wechselhaftem Wetter rechnen muss. Für Kulturliebhaber und Ruhesuchende bieten sich zudem der späte Herbst und der Winter an: Die Preise für Unterkünfte sinken deutlich und die prasselnden Kaminfeuer in den traditionellen Pubs sorgen für eine besonders authentische, gemütliche Atmosphäre. Trotz der kühleren Temperaturen bleibt es durch den Golfstrom meist frostfrei, sodass Besichtigungen historischer Stätten ohne die großen Menschenmassen des Sommers möglich sind.

Offizielle Tourismus-Websites Irland
Wenn Sie eine Reise nach Irland planen, gibt es je nach Region und Zweck (Urlaubsplanung vs. Hintergrundinfos) verschiedene offizielle Anlaufstellen. Die wichtigste Seite für deutschsprachige Besucher ist Ireland.com.
Hier sind die offiziellen Tourismus-Websites im Überblick:
Die wichtigste Anlaufstelle für Reisende
Ireland.com Dies ist die offizielle Website von Tourism Ireland. Sie ist die zentrale Plattform für die gesamte Insel (sowohl die Republik Irland als auch Nordirland) und bietet umfassende Reiseführer, Routenvorschläge und praktische Tipps auf Deutsch.
Regionale & Spezialisierte Portale
Je nachdem, welchen Teil der Insel Sie besuchen möchten, bieten diese offiziellen Stellen vertiefende Informationen:
DiscoverNorthernIreland.com: Die offizielle Seite für Nordirland (Tourism NI). Ideal für Details zum Giant’s Causeway, Belfast oder den Schauplätzen von Game of Thrones.
VisitDublin.com: Die offizielle Website für die Hauptstadt Dublin, betrieben von Fáilte Ireland.
DiscoverIreland.ie: Fokusiert sich primär auf den Tourismus innerhalb der Republik Irland und wird von der nationalen Tourismusbehörde Fáilte Ireland betrieben.
Offizielle Behörden (Hintergrund & Branche)
Falls Sie geschäftliche Informationen oder offizielle Statistiken suchen:
TourismIreland.com: Die Unternehmensseite, die für das internationale Marketing der Insel zuständig ist.
FailteIreland.ie: Die nationale Tourismus-Entwicklungsbehörde der Republik Irland.
Tipp: Wenn Sie Broschüren oder Kartenmaterial suchen, können Sie auf Ireland.com oft digitale Guides herunterladen oder physische Kataloge bestellen.

Einreisebestimmungen Irland
Deutsche Staatsangehörige sowie Bürgerinnen und Bürger der EU können für touristische Zwecke problemlos und visumfrei nach Irland einreisen. Da Irland Mitglied der Europäischen Union, aber kein Mitglied des Schengen-Raums ist, findet bei der Einreise eine Passkontrolle statt, für die ein gültiger Personalausweis oder Reisepass (auch in der vorläufigen Variante) absolut ausreichend ist.
Besondere Aufmerksamkeit ist jedoch geboten, wenn die Reise über das Vereinigte Königreich führt oder ein Ausflug nach Nordirland geplant ist, da für britisches Staatsgebiet seit April 2025 zwingend eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA) sowie ein Reisepass erforderlich sind, während für die Republik Irland selbst weiterhin der Personalausweis genügt. Für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten sind keine weiteren Registrierungen notwendig, sofern keine Erwerbstätigkeit aufgenommen wird. Reisende sollten zudem beachten, dass für die Mitnahme von Heimtieren der blaue EU-Heimtierausweis sowie eine gültige Tollwutimpfung und eine Bandwurmbehandlung nachgewiesen werden müssen.
Weiterführende Informationen
Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu Irland
Offizielle Informationen des Irish Immigration Service (Englisch)

Währung in Irland
In Irland hängt die offizielle Währung davon ab, in welchem Teil der Insel Sie sich befinden. Die Insel ist politisch geteilt, was auch zwei verschiedene Währungen bedeutet:
1. Republik Irland (Süden)
In der Republik Irland (mit Städten wie Dublin, Cork und Galway) ist der Euro (€) die offizielle Währung.
Währungscode: EUR
Münzen: 1, 2, 5, 10, 20, 50 Cent sowie 1 € und 2 €.
Scheine: 5 €, 10 €, 20 €, 50 €, 100 €, 200 € und 500 € (wobei 200 € und 500 € im Alltag selten sind).
Besonderheit: Irland nutzt ein "Rounding"-System. Bei Barzahlungen wird der Endbetrag oft auf die nächsten 5 Cent auf- oder abgerundet, um die Nutzung von 1- und 2-Cent-Münzen zu reduzieren.
2. Nordirland (Teil des Vereinigten Königreichs)
In Nordirland (mit Städten wie Belfast und Derry) ist das Britische Pfund (£) die offizielle Währung.
Währungscode: GBP
Münzen: 1p, 2p, 5p, 10p, 20p, 50p, £1 und £2.
Scheine: £5, £10, £20 und £50.
Wichtig: In Nordirland geben lokale Banken eigene Pfund-Noten heraus. Diese sind in Nordirland überall gültig, werden aber im restlichen Großbritannien (England, Schottland, Wales) manchmal nur zögerlich akzeptiert. Umgekehrt wird das englische Pfund in Nordirland überall problemlos angenommen.
Tipps für Reisende
Grenzregionen: In Städten direkt an der Grenze zwischen Nord und Süd akzeptieren viele Geschäfte beide Währungen, allerdings oft zu einem schlechteren Wechselkurs.
Kartenzahlung: Kredit- und Debitkarten (Visa, Mastercard) sind auf der gesamten Insel Standard. Kontaktloses Bezahlen ist fast überall möglich. Keine Kreditkarte? Dann schaut mal hier auf Tarifcheck vorbei!*
Bargeld: Für kleine Cafés oder in ländlichen Regionen ist es ratsam, immer ein wenig Bargeld der jeweiligen Landeswährung dabei zu haben.
Reiseziele in Irland
Aktivitäten in Irland könnt ihr hier finden und buchen:
Flüge nach Irland findest du hier:
n nach Irland findet ihr hier!









